Bunte Hindernisse für Maultier Afra

Mit dem Muli an der Hand Bodenkurs

Endlich ein Nachbericht zum Bodenkurs (aber es passiert gerade so viel, da komm ich mit dem Schreiben gar nicht nach).

Die Kurse mit motivierten SchülerInnen und den Maultieren und Pferden  machen mir immer viel Spaß. Gleichzeitig ist es auch anstrengend, denn wir arbeiten intensiv an der feinen Kommunikation von Mensch und Maultier bzw. Pferd.

„Maultiere muß man so behandeln, wie man Pferde behandeln sollte!“

Ein kluger Mensch (ich weiß gar nicht wer) hat diesen Satz mal gesagt.

Die Frage, die von Nicht-MaultierkennerInnen nämlich immer wieder kommt, ist: gibt es einen Unterschied bei der Bodenarbeit und beim Reiten zwischen Maultier und Pferd?

Der Satz oben trifft es ziemlich auf den Punkt und zeigt, daß Pferdemenschen vom Umgang mit Maultieren sehr profitieren können.

Die Arbeit mit den Maultieren erfordert ein bißchen mehr Konzentration, Energie, Vorüberlegung und Zielstrebigkeit, sowie Exaktheit in der Körpersprache. Und gerade darum ist natürlich auch ein Kurs mit Maultieren interessant für Pferdemenschen 😉

Grundlagen sind wichtig

Maultiere und Pferde sind sehr fein in der körpersprachlichen Kommunikation. Da gibt es immer viel zu üben für den Menschen.
Da diesmal lauter KursteilnehmerInnen ohne eigenes Muli, Pferd oder Esel dabei waren, konnten wir den Schwerpunkt auf die Übung für die Menschen legen und viele verschiedene Tiere für die Übungen nutzen. Zum einen lernt sich so eine allgemeine „Sprache“ mit den Tieren leichter und zum anderen sind kurze Übungseinheiten angenehmer für die Tiere.

Erlernen der Fremdsprache Maultierisch bzw. Pferdisch

Die Kommunikation mit den Maultieren und Pferden ist wie das Erlernen einer Fremdsprache.  Die verschiedenen Führpositionen (vorne eher bremsend und hinter der Schulter besser treibend) sind ja eigentlich ganz einfach.
Aber nur eigentlich, denn wir Menschen neigen dazu, einfach festzuhalten und sich einzuhängen, wenn man bremsen will. Entgegen der Reflexe muß man sich also weiter nach vorne , im stärksten Fall vor das Tier bewegen, um es zu bremsen. Umgekehrt passiert es sehr schnell, daß wir das langsame Tier hinter uns her ziehen, anstatt einen Schritt zurückzugehen und es anzutreiben.
Wenn es dann noch, wie im Stangenlabyrinth um enge Kurven geht, ist auch noch das Verständnis für die Bewegungen und den Platzbedarf des Tieres gefragt.

Im Kurs wechselten die Teilnehmerinnen zwischen Selberführen und Zuschauen. So lernt man, warum Übungen funktionieren oder auch nicht.  Und klar ist auch, daß die Übung den Meister macht!

Besonders gefreut hat mich, daß der ehemals so sehr scheue Ferdinand super mitgemacht hat. Inzwischen verzeiht er dem Menschen auch ungeschickte Bewegungen, bei denen er früher immer gleich weggerannt  ist. Langsam wird er richtig nett 🙂

Raus ist Gelände

Mein Ziel ist es ja mit den Tieren im Gelände sicher und vergnüglich für Mensch und Tier unterwegs zu sein. Da liegt es natürlich nahe, einen Teil des Kurses auch ins Gelände zu verlagern.

Unseren „Extreme Trail Parc“ finden wir vor der Haustüre 🙂 ! Das Positive daran: man kann auch einfach den Kopf mal wieder etwas frei bekommen beim Laufen mit dem Tier.

Die Baumstämme, die demnächst dann zu handlichen Stücken verarbeitet und verbrannt werden, gaben uns reichlich Möglichkeiten. Meine Tiere, die dabei waren, gehen eigentlich überall drüber und zwischendurch her. Allerdings nur wenn es auch nötig ist 😉
Nötig heißt in dem Fall: entweder liegt das Hindernis auf dem Weg oder der Mensch lenkt so exakt, daß der Weg ins Hindernis führt. Im Gelände ist zusätzlich auch noch die Geländegängigkeit vom Menschen gefragt.
Vor allem bei den Hängen rauf und runter waren wohl eher die Menschen als die Tiere gefordert 😉

Die Tiere haben prima mitgemacht!

Viel Spaß beim Bilder gucken!

Solltest Du Fragen dazu haben, kannst Du gerne einen Kommentar schreiben!

Der nächste Bodenkurs findet im November statt.

Veröffentlicht von

Julia

Hallo, ich bin Julia und schreibe hier über meine Erlebnisse und Erfahrungen mit meinen Maultieren. Mehr über mich und was ich so mache, siehst Du auf meiner Seite unter https://albmuli.de/

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