Burgenritt 2 Tage Wanderreiten- Teil2

2. Tag des Burgenritt
von Indelhausen zurück nach Mehrstetten

Gut ausgeruht sind die Tiere und Menschen am Morgen des zweiten Tages beim Burgenritt. Nach ausgiebigen Frühstück für die Menschen im Gasthof Hirsch in Indelhausen geht es zu den Tieren im Stall der Wanderreitstation Schwegler. Die Mulis haben bereits Heu und eine kleine Portion Kraftfutter von mir bekommen.
Jetzt wird geputzt und dann gemistet, während ich mit Ulrike von der Wanderreitstation das Auto mit dem Gepäck zurückfahre.

Das Satteln geht flott und das Picknick ist ja schon in den Satteltaschen verstaut. Bald machen wir uns auf den Weg. Das kleine Stück auf der Straße raus aus Indelhausen führen wir, dann wird aufgesessen.
Wir reiten im Lautertal bis zur Einmündung der Straße nach Münzdorf, denn am Samstagvormittag ist um diese Jahreszeit noch nicht viel los und wir begegnen nur einer Handvoll Wanderern und Radlern. Die Sonne strahlt und wir können das romantische Tal im flotten Schritt der Maultiere genießen.

An der Großen Lauter
Bei strahlendem Sonnenschein auf dem menschenleeren Lauterweg unterwegs.

„Sturm“ auf die Burg 😉

Das Tempo der Mulis ändert sich , als wir die Richtung wechseln und nicht mehr nach Norden reiten. Ein kleines Stück die Straße nach Münzdorf und dann wieder abbiegen ins Tiefental um zur Burg Derneck zu gelangen. Es ist faszinierend, wie genau die Tiere wissen, wo die Heimat liegt.
Zum Glück lassen sie sich immer wieder überzeugen, doch einen anderen Weg zu gehen und nicht schnurstracks nach Hause zu laufen. 🙂 Die Stürmung der Burg verläuft deshalb aber in aller Ruhe.

Burg Derneck
Hoch oben thront die Burg Derneck über dem Lautertal

Die Burg Derneck ist an den Märzwochenenden und von April bis Oktober bewirtet ( http://burgderneck.albverein.eu ). Wir nehmen das Angebot des Schwäbischen Albvereins gerne wahr und genießen Kaffee und Kuchen im Sonnenschein und einer tollen Kulisse. Fein ist so ein Burgenritt 🙂 Natürlich geht die Besteigung des Turms auch zum Programm.
Die Tiere ruhen angebunden an ein Geländer. Leider fallen ein paar Muliäpfel auf den Burghof, aber mit einer Tüte sind sie schnell entsorgt und wir müssen das nette Angebot einer Schaufel der Wirtsleute nicht in Anspruch nehmen.

Burgpause
Ruhepause für die Tiere auf der Burg

Schluchtwald im Tal, strahlende Sonne auf der Höhe

In strahlendem Frühlingswetter geht es weiter. Wir wählen den Weg durch das Tiefental westwärts, was nicht den Ewartungen der Tiere entspricht, aber uns  noch den Blick auf die Felsen, auf Seidelbast und Märzenbecher und urige Baumgesellen ermöglicht. Die Alb ist einfach eine tolle Landschaft!

Albfelsen
Urwüchsige Alblandschaft im engen Tal

Oben wandelt sich das Tal sich zur Wacholderheidenlandschaft. Die vier Maultierdamen sind erleichert, als es auf der Höhe dann endlich Richtung Heimat geht. Sie wissen jetzt auch, welchen Picknickplatz ich anstrebe, denn Hunger haben sie natürlich auch 😉

Heidekiefer
Kiefern wachsen auf der Wacholderheide in den strahlend blauen Himmel

Wir rasten an einer Grillstelle bei den Steighöfen und solange ich das Picknick auspacke, dürfen die Tiere noch ein bißchen Landschaftspflege betreiben und den Rasen mähen.
In der Frühlingssonne ist es schön hier zu verweilen und nur wenige Wanderer sind außer uns unterwegs.
Die geeigneten Reste des Picknicks (also Möhren, Äpfel, Studentenfutter und Müslikekse) verschwinden in den Maultiermäulern, bevor wir wieder aufbrechen.

Hinunter ins Lautertal laufen wir neben den Tieren, was den Mulis und uns ganz gut tut 😉 Es wäre nicht ein Burgenritt, wenn wir nicht auch jetzt noch mal an einer Burg vorbeikämen: die Burg Bichishausen grüßt über dem Tal.

Burgenritt Burg Bichishausen
Burg Bichishausen, klein aber trotzdem eindrücklich

Vollkommen cool sind die Mulis, als wir im Lautertal dann plötzlich mitten im Verkehr aus Ausflüglern und Motorradfahrern unterwegs sind. Wir kreuzen schnell die Straße und sind nach ein paar Metern im Wald wieder alleine unterwegs. Afra, Bubble, Elli und Nele tragen uns den Berg wieder hinauf auf die Hochfläche. Heute präsentiert sich die Landschaft in strahlenden Farben und der Himmel leuchtet blau. Kaum zu glauben, daß es erst gestern war, als graues Wetter die Sicht begrenzte und die Farben verhüllte. Viele kleine Erlebnisse und Eindrücke haben die Tage angefüllt.

Maultier auf dem Heimweg
Nele übernimmt die Führung und strebt der Heimat zu.

Nele, die jüngste und unerfahrenste Stute im Team, übernimmt nun die Führung und strebt der Heimat zu, während die anderen drei gelassen und ruhig laufen. Sie wissen ja, daß es nach jeder Tour wieder nach Hause geht 😉 .

Am Stall angekommen, zäumen wir ab und lösen wir die Gurte ein bißchen. Angebunden gibt es noch eine kleine Pause für die Tiere. Wir nehmen die Taschen und die Hintergeschirre von den Mulis. Natürlich bekommen sie etwas zu trinken angeboten (aber das ist ihnen gar nicht so wichtig). Eine kleine Portion Kraftfutter gibt es noch zur Belohnung, dann satteln wir ab.

Maultier Afra beim Wälzen
Zuhause ist es am schönsten! Vor allem, wenn man sich ausgiebig wälzen kann!

Das Beste für die Tiere ist, daß sie zusammen mit der ganzen Herde noch auf die Koppel können und sich dort ausgiebig wälzen können 😉

Es lohnt sich auf Wanderritt zu gehen: ein paar Tage weg vom Alltag, so erholsam wie Urlaub ganz weit weg , viele kleine Erlebnisse und neue Erfahrungen und natürlich auch eine super Beziehungspflege zu den Mulis 😉

Wenn Du mitreiten willst, findest Du unsere Touren unter http://albmuli.de/html/wanderritte.html .

Veröffentlicht von

Julia

Hallo, ich bin Julia und schreibe hier über meine Erlebnisse und Erfahrungen mit meinen Maultieren. Mehr über mich und was ich so mache, siehst Du auf meiner Seite unter https://albmuli.de/

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