Tödliche Entscheidung

„Alles hat ein Ende…“

Ja, das ist wohl wahr, aber deshalb noch lange nicht einfach. Vor allem, wenn man die Entscheidung fällen muss, wann das Ende sein soll. Schon seit ein paar Wochen war klar, dass ich die Entscheidung irgendwann fällen muss. Eine tödliche Entscheidung  für Alfred, der die letzten Wochen noch deutlicher als zuvor abgebaut hatte. Tödliche Entscheidung weiterlesen

Merle – ein Esel? Bubble – ein Pferd?

Die Vorstellungen der Menschen von Maultieren sind unterschiedlich. So unterschiedlich wie die Maultiere sind. Mancher ist erstaunt, daß sie so groß sind, andere zweifeln, weil sie so klein sind. Auch die Farbenvielfalt und die verschiedenen Typen, die es unter den Mulis gibt, ist vielen nicht bewußt.

Auf der Messe am Bodensee waren viele BesucherInnen überzeugt, daß Merle ein Esel ist. Klein und lange Ohren muß einfach ein Esel sein! Auf dem Eselfest in Wolfegg waren dagegen viele BesucherInnen der Meinung, daß sich mit Bubble ein Pferd unter die über hundert Esel geschummelt hat!
So wird es uns wohl immer wieder gehen: unter den Pferden gilt das Maultier als Esel und unter den Eseln als Pferd 🙂

Jetzt hab ich es geschafft und ein kleines Erkärvideo gemacht, wie man Pferd, Esel und Muli grob voneinander unterscheiden kann.
Natürlich gibt es da noch einiges zu vertiefen, aber da mache ich dann ein neues Video – irgendwann 😉

Viel Spaß beim Gucken:

 

Urlaub: Mulewalking – einfach loslaufen!

Eigentlich hatte ich ja dieses Wochenende als „Urlaub“ eingeplant, aber ich war ja schon letztes Wochenende unterwegs (auf der Messe).  Also auf jeden Fall auch da sein zum Stall machen. Und dann ist da auch noch die blinde Reitschülerin, die jetzt schon 2 Wochen Pause hatte. Also bleibt noch der Nachmittag. Und eigentlich bin ich ja viel zuviel mit meinem „Job“ verwachsen. Aber eine besondere Aktion sollte es schon an dem „Urlaubstag“ sein.

Was macht man im Urlaub? Natürlich das, was man am liebsten macht! Und bei mir ist das ohne Zweifel das Zusammensein mit den Mulis. So entstand die Idee des „MULEWALKING“.

Mulewalking = einfach loslaufen mit Muli an der Hand und zwar in flottem Tempo, mal nicht das Tempo nach den Menschen, sondern nach dem Tier richten. Optimal geeignet also, um auch weniger erfahrene Tiere mitzunehmen. In der Regel sind die nämlich eher flott unterwegs und fordern dem Menschen schon ein gewisses Maß an Sportlichkeit ab 😉

Professor
Noch ist er kritisch, was ihn wohl heute erwartet, voll allem weil fremde Menschen dabei sind.

Heute war es Professor, der mitsollte. Da sich noch 3 Frauen gefunden hatten, die mitwandern wollten, konnte auch Lukas noch mit. Und weil der alte Alfred gerade auch keine große Lust hatte, den Putzplatz zu verlassen, kam er auch mit.

Schnee und Wind schreckten keinen von uns. Wir haben den Winterspaziergang genossen!

Winterwald

Eine bunte Truppe hatten wir also beieinander:

Professor, inzwischen nicht mehr so menschenscheu und mit einer mulitypischen großen Lust zur Mitarbeit ausgestattet. Er läuft auch gerne zügig, ist aber kritisch, wenn ihm etwas nicht geheuer vorkommt oder Menschen sich zu hektisch bewegen.

Professor unterwegs

Lukas, der erfahrene Packmuliwallach, wahrscheinlich ein Arabermuli. Immer flott unterwegs. Ein richtiger Sunnyboy mit wippendem flottem Schritt, der einfach gerne die Welt entdeckt. An der Hand absolut handlich. Eine wahre Freude mit ihm zu laufen.

Lukas, erfahrenes Maultier

Alfred, der alte spanische Maultierwallach (irgendwas über 30 Jahre)
Er teilt seine Kräfte sehr ein. Läuft extrem vorsichtig im Glatteis. Läßt sich kaum aus der Ruhe bringen und hat immer wieder dafür gesorgt, daß die anderen warten mußten. Auf der anderen Seite auch zügig unterwegs, wenn es ihm in den Kram passt 😉

Alfred

Es hat einfach Spaß gemacht, mit ihnen unterwegs zu sein und den Wintertag zu genießen – das Beste, was man mit seinem Muli machen kann: raus in die Natur.

Zwischendurch dann noch eine kleine Kletterstelle: jede Menge Baumstämme und Äste auf einem Hohlweg. Hier zeigte scih auch der unterschiedliche Charakter der Tiere.

Alfred marschierte, nach der Strick durchhing und der Mensch vorauskletterte, souverän und jeden Fuß mit Bedacht setzend über die Stämme und Zweige.

Lukas folgte eifrig und machte einen großen Satz über die Stämme, die doch sehr dicht hintereinander lagen.  Natürlich stand er sofort wieder, nachdem das Hindernis überwunden war. 🙂

Hindernis

Professor blieb vor den Stämmen stehen und weigerte sich in aller Ruhe,  über das Hindernis zu gehen. Er hatte ja recht: eigentlich lagen die Stämme zu dicht und die Gefahr dazwischen zu rutschen war groß.
Nach einer Bedenkzeit gab ich nach und er folgte willig außen rum – ich find es nicht schlimm auch dem Tier mal nachzugeben (vor allem, wenn es ja eigentlich auch recht hat!)

 

Schön, wenn gar kein Streß dabei ist: die anderen warteten einfach, bis wir wieder auf dem Weg waren. Mulewalking = die Tiere bestimmen das Tempo.

Crosscountry

Und nebenher hat Professor einiges dazugelernt:
– es ist interessant und toll mit den Menschen unterwegs zu sein
– Wartepausen gehören dazu- es ist nomal, daß auch andere, fremde Menschen mit unterwegs sind
– er kann sogar in Ruhe unterwegs pinkeln (was man ja verständlicher weise nicht gerne macht, wenn man im Stress ist)

Ich hab den Nachmittag ohne Verpflichtung auch genossen und hab mir fest vorgenommen das Mulewalking einmal im Monat im Kalender zu verankern. Es tut mir und den Tieren gut, auch ohne „Arbeit“ mal miteinander unterwegs zu sein. 😉

Wunder am Wegesrand
Auch dafür war Zeit. Wunderbares am Wegesrand: Seidelbast kurz vor dem Aufblühen – alles zu seiner Zeit: erst die Blüten und später erst die Blätter!

Februarjubiläumsaktion

Schnell noch die Infos zu unserer Februaraktion zum 18.ten Betriebsjahr:

Teilnahmebedingungen zur Februarjubiläumsaktion:

Teilnehmen darf jede/r Mulifan.
Like unsere Seite auf facebook und schreibe einen Kommentar zu dem Jubiläumsbeitrag Februar oder melde Dich auf unserer Internetseite
( www.MitMuliundPferd.de ) für den Newsletter an und Du kommst in den Lostopf.

Zu gewinnen gibt es 2 x ein T-Shirt „Be Cool Ride a Mule“! Die Aktion läuft vom 17.02.2016 bis zum 18.02.2016 um 24 Uhr. Die Auslosung erfolgt bis zum 21.02.2016.

Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen und facebook hat mit der Aktion auch nix zu tun und wird in keiner Weise von facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.

Die GewinnerInnen werden entweder per Mail oder über eine facebook-Nachricht informiert und bekommen dann die T-Shirts zugesandt oder persönlich ausgehändigt..

Die Teilnehmenden verpflichten sich keine rechtswidrigen Inhalte zu teilen.

Natürlich werden Deine Daten nicht an Dritte weitergegeben.

Der Veranstalter behält sich das Recht vor, die Aktion anzupassen, zu ändern oder abzubrechen falls die Notwendigkeit besteht.

Veranstalter der Aktion: Wanderreitbetrieb Julia Krüger MitMuliundPferd.de

Ganz schön kompliziert, wenn man eine solche Aktion ins Internet setzt! Zum Glück sind Mulis da einfacher im Umgang 😉

1000 Hände, 1000 mal die gleiche Frage, spontaner Auftritt – „Pferd Bodensee“

Tja, da kann man sich ja fast fragen, was die Maultiere auf einer Pferdemesse zu suchen haben. Aber nur „fast“! Denn in Frage gestellt hat niemand die Anwesenheit von Merle und Pablo in Friedrichshafen 🙂 Aber schließlich sind sie ja auch zur Hälfte Pferd und ein Hingucker auf jeden Fall!

Auch keine Frage ist es, daß es am besten ist, wenn die Tiere bzw. wenigstens 2 1000 Hände, 1000 mal die gleiche Frage, spontaner Auftritt – „Pferd Bodensee“ weiterlesen

Bubble in fremden Händen

Es ist schon ein bißchen ein komisches Gefühl, wenn ich Bubble jemand anderes anvertraue. Zum einen ist sie ja wirklich eine ganz schöne Zicke. Zum anderen häng ich doch inzwischen an ihr und bin dann vielleicht auch ein bißchen eifersüchtig, wenn es mit anderen auch klappt. Da steh ich ihr nicht so viel nach 😉 Bubble in fremden Händen weiterlesen

Ausreiten bei Wind und Wetter

Meine Pferde sind auch cool, aber mit den Mulis ist das Ausreiten anders. Sie sind ruhiger. Sie lassen sich von sürmischen Winden nicht großartig beeindrucken. Die Übergänge zwischen den Gangarten sind weicher. Sie gehen ihr ruhiges Tempo one Hektik.
Ich hab gesten den Ausritt sehr genossen – Zeit aufzuatmen und zu entspannen 🙂

 

Hohenzollernritt 2015 Teil I (1.-3.Tag)

Hier findet Ihr Bilder von unserer großen Tour in diesem Jahr:
Sieben Tage Wanderritt mit den Maultieren Afra, Bubble, Elli und Igor, dem Konikwallach (23. – 29.08.2015).
Auf den Tieren hatten wir nur dabei, was wir den Tag über brauchten. Den Rest fuhr unsere „Trossfahrerin“ mit dem Auto. Von ihr stammen auch die Fotos auf denen ich mit zu sehen bin.
Mehr Bilder und ihren Bericht findet Ihr unter http://www.albtips.de/2015/08/29/mehrstetten-hohenzollern/

ERSTER TAG
Mehrstetten – Fladhof, Buttenhausen

Fresspause Maultier
Fresspause unterwegs
Wanderritt Bremelau
Über die Höhen bei Bremelau
Wnderritt Lautertal
Erste Burg im Lautertal: Ruine Bichishausen
Wanderritt Lautertal
Blick ins Große Lautertal
Wanderrittpaue
Pause am langen Seil
Wanderritt zum FLadhof
Die letzten Meter vor dem Fladhof. Inzwischen hat der Regenschauer aufgehört und das Gewitter ist abgezogen.

ZWEITER TAG
Fladhof Buttenhausen – Reuschelhof Willmandingen

Bueffel bei Bernloch
Büffel bei Meidelstetten
Wanderritt Meidelstetten
Maultiere und Pferd zeigen sich unbeeindruckt von den Albbüffeln
Wanderritt Meidelstetten
Bubble genießt das Gras, bevor wir das Picknick genießen
Picknick aus der Satteltasche
Picknick 🙂
Wanderritt Gangstetten
Der Himmel wird blau!
ReiterInnen und Radler
Begegnung mit Radler – wir begegnen nur ganz wenigen Menschen (und noch weniger ohne Fahrzeug!)
Wanderritt Sonnenbühl
Am Kältepol Rinnental auf der „Sonnenalb“
Wanderritt Sonnenbühl
Großes Rinnental
Wanderritt Sonnenbühl
Kurz vor Willmandingen – trotz dunkler Wolken bleibt es trocken

Dritter Tag:
Reuschelhof, Willmandingen – Boll

Wanderritt Sonnenbühl
Quartier für die Tiere auf dem Reuschelhof die Sonne lacht!

 

Wanderritt Sonnenbühl
Weite hinter Willmandingen
Wanderritt Sonnenbühl
Wanderreiten macht Spaß 🙂
Wanderritt Sonnenbühl
Kornbühl
Wanderritt Sonnenbühl
Vom Kornbühl fotografiert
Wanderritt Sonnebühl
Bubble voraus
Wanderritt Sonnenbühl
Unsere Gruppe von oben ganz klein
Wanderritt Sonnenbühl
Perspektive von unten: der Kornbühl liegt hinter uns : Albtrauf, wir kommen!
Wanderritt Sonnenbühl
Blick zurück
Wanderritt Sonnenbühl
Picknick auf der Wiese
Wanderritt Sonnenbühl
Igor bei der Mittagsruhe
Wanderritt Hechingen
Erster Blick von der Alb ins Tal und auf die Burg Hohenzollern. Da geht es gleich runter!
Wanderritt Hechingen
Ein gutes Stück des Abstiegs ist geschafft. Die Tiere haben den Weg prima gemeistert – die Reiterinnen, die den Berg runter zu wandernden Menschen mutierten auch 😉
Wanderritt Hechingen
Die Schlatter Wand von unten – eben noch standen wir oberhalb des Abbruchs
Wanderritt Hechingen
Die letzten Kilometer vor unserem Quartier in Boll unterhalb der Burg
Wanderritt Hechingen
Ruhende Wanderreittiere kurz nach der Ankunft im Quartier
Wanderritt Hechingen
Igor ist noch topfitt und auch die anderen toben noch ein bißchen auf der Koppel, ehe sie sich dem saftigen Gras und den Äpfeln zuwenden
Wanderritt Hechingen
Die Burg in der Abendsonne von der Koppel aus

 

 

Schaf schafft Maultier

Ganz kurz möchte ich Euch von unserem Erlebnis gestern bei der Trekkingtour berichten.
In unserer Heimat, der schwäbischen Alb, gibt es noch viele Wanderschäfer, die mit ihren Herden durch die Landschaft ziehen. Gestern hatte ich eine Trekkingtour bei der Pablo und Mala von den Maultieren und noch Michel, Navajo, Gina und Tigra von den Pferden mit dabei waren. schafkIMG_8437In der Pause wurden wie üblich die Tiere an ein Seil zwischen die Bäume gebunden. Wir saßen gerade gemütlich beim Picknick, als der Schäfer mit dem Auto vorbeikam und fragte, wie lange wir noch da bleiben würden, weil er mit seiner Herde genau daher ziehen mußte. Sehr nett von ihm, denn viele Pferde haben Angst vor den Schafen, vor allem wenn es große Herden sind.
Da meine Tiere Schafe kennen und nur Mala nicht so erfahren ist, sagte ich ihm, daß er vorbeiziehen könnte und nicht warten müßte, bis wir weg sind.
Ein bißchen mutig war das schon, denn ich war mir natürlich nicht hundertprozentig sicher, ob Mala zwischen den anderen nicht doch rumspinnen würde.

vorbeiziehende SchafherdeAlle wurden etwas unruhig, als der Schäfer mit seiner Herde näher kam, aber noch nicht zu sehen war. Ich weiß allerdings nicht, ob es nicht einfach an den Pfiffen des Schäfers lag, mit dem er die Herde rief. Als die Herde dann in Sichtweite kam, wurden die anderen ruhiger (sind ja nur Schafe!), aber Mala wollte weg. Da nutzten auch die Leckerlies nix, mit denen ich sie beruhigen wollte. Sie drückte gegen das Seil, wendete sich hin und her und …. Schaf schafft Maultier weiterlesen