Urlaub: Mulewalking – einfach loslaufen!

Eigentlich hatte ich ja dieses Wochenende als „Urlaub“ eingeplant, aber ich war ja schon letztes Wochenende unterwegs (auf der Messe).  Also auf jeden Fall auch da sein zum Stall machen. Und dann ist da auch noch die blinde Reitschülerin, die jetzt schon 2 Wochen Pause hatte. Also bleibt noch der Nachmittag. Und eigentlich bin ich ja viel zuviel mit meinem „Job“ verwachsen. Aber eine besondere Aktion sollte es schon an dem „Urlaubstag“ sein.

Was macht man im Urlaub? Natürlich das, was man am liebsten macht! Und bei mir ist das ohne Zweifel das Zusammensein mit den Mulis. So entstand die Idee des „MULEWALKING“.

Mulewalking = einfach loslaufen mit Muli an der Hand und zwar in flottem Tempo, mal nicht das Tempo nach den Menschen, sondern nach dem Tier richten. Optimal geeignet also, um auch weniger erfahrene Tiere mitzunehmen. In der Regel sind die nämlich eher flott unterwegs und fordern dem Menschen schon ein gewisses Maß an Sportlichkeit ab 😉

Professor
Noch ist er kritisch, was ihn wohl heute erwartet, voll allem weil fremde Menschen dabei sind.

Heute war es Professor, der mitsollte. Da sich noch 3 Frauen gefunden hatten, die mitwandern wollten, konnte auch Lukas noch mit. Und weil der alte Alfred gerade auch keine große Lust hatte, den Putzplatz zu verlassen, kam er auch mit.

Schnee und Wind schreckten keinen von uns. Wir haben den Winterspaziergang genossen!

Winterwald

Eine bunte Truppe hatten wir also beieinander:

Professor, inzwischen nicht mehr so menschenscheu und mit einer mulitypischen großen Lust zur Mitarbeit ausgestattet. Er läuft auch gerne zügig, ist aber kritisch, wenn ihm etwas nicht geheuer vorkommt oder Menschen sich zu hektisch bewegen.

Professor unterwegs

Lukas, der erfahrene Packmuliwallach, wahrscheinlich ein Arabermuli. Immer flott unterwegs. Ein richtiger Sunnyboy mit wippendem flottem Schritt, der einfach gerne die Welt entdeckt. An der Hand absolut handlich. Eine wahre Freude mit ihm zu laufen.

Lukas, erfahrenes Maultier

Alfred, der alte spanische Maultierwallach (irgendwas über 30 Jahre)
Er teilt seine Kräfte sehr ein. Läuft extrem vorsichtig im Glatteis. Läßt sich kaum aus der Ruhe bringen und hat immer wieder dafür gesorgt, daß die anderen warten mußten. Auf der anderen Seite auch zügig unterwegs, wenn es ihm in den Kram passt 😉

Alfred

Es hat einfach Spaß gemacht, mit ihnen unterwegs zu sein und den Wintertag zu genießen – das Beste, was man mit seinem Muli machen kann: raus in die Natur.

Zwischendurch dann noch eine kleine Kletterstelle: jede Menge Baumstämme und Äste auf einem Hohlweg. Hier zeigte scih auch der unterschiedliche Charakter der Tiere.

Alfred marschierte, nach der Strick durchhing und der Mensch vorauskletterte, souverän und jeden Fuß mit Bedacht setzend über die Stämme und Zweige.

Lukas folgte eifrig und machte einen großen Satz über die Stämme, die doch sehr dicht hintereinander lagen.  Natürlich stand er sofort wieder, nachdem das Hindernis überwunden war. 🙂

Hindernis

Professor blieb vor den Stämmen stehen und weigerte sich in aller Ruhe,  über das Hindernis zu gehen. Er hatte ja recht: eigentlich lagen die Stämme zu dicht und die Gefahr dazwischen zu rutschen war groß.
Nach einer Bedenkzeit gab ich nach und er folgte willig außen rum – ich find es nicht schlimm auch dem Tier mal nachzugeben (vor allem, wenn es ja eigentlich auch recht hat!)

 

Schön, wenn gar kein Streß dabei ist: die anderen warteten einfach, bis wir wieder auf dem Weg waren. Mulewalking = die Tiere bestimmen das Tempo.

Crosscountry

Und nebenher hat Professor einiges dazugelernt:
– es ist interessant und toll mit den Menschen unterwegs zu sein
– Wartepausen gehören dazu- es ist nomal, daß auch andere, fremde Menschen mit unterwegs sind
– er kann sogar in Ruhe unterwegs pinkeln (was man ja verständlicher weise nicht gerne macht, wenn man im Stress ist)

Ich hab den Nachmittag ohne Verpflichtung auch genossen und hab mir fest vorgenommen das Mulewalking einmal im Monat im Kalender zu verankern. Es tut mir und den Tieren gut, auch ohne „Arbeit“ mal miteinander unterwegs zu sein. 😉

Wunder am Wegesrand
Auch dafür war Zeit. Wunderbares am Wegesrand: Seidelbast kurz vor dem Aufblühen – alles zu seiner Zeit: erst die Blüten und später erst die Blätter!

1000 Hände, 1000 mal die gleiche Frage, spontaner Auftritt – „Pferd Bodensee“

Tja, da kann man sich ja fast fragen, was die Maultiere auf einer Pferdemesse zu suchen haben. Aber nur „fast“! Denn in Frage gestellt hat niemand die Anwesenheit von Merle und Pablo in Friedrichshafen 🙂 Aber schließlich sind sie ja auch zur Hälfte Pferd und ein Hingucker auf jeden Fall!

Auch keine Frage ist es, daß es am besten ist, wenn die Tiere bzw. wenigstens 2 1000 Hände, 1000 mal die gleiche Frage, spontaner Auftritt – „Pferd Bodensee“ weiterlesen

Bubble in fremden Händen

Es ist schon ein bißchen ein komisches Gefühl, wenn ich Bubble jemand anderes anvertraue. Zum einen ist sie ja wirklich eine ganz schöne Zicke. Zum anderen häng ich doch inzwischen an ihr und bin dann vielleicht auch ein bißchen eifersüchtig, wenn es mit anderen auch klappt. Da steh ich ihr nicht so viel nach 😉 Bubble in fremden Händen weiterlesen

Ausreiten bei Wind und Wetter

Meine Pferde sind auch cool, aber mit den Mulis ist das Ausreiten anders. Sie sind ruhiger. Sie lassen sich von sürmischen Winden nicht großartig beeindrucken. Die Übergänge zwischen den Gangarten sind weicher. Sie gehen ihr ruhiges Tempo one Hektik.
Ich hab gesten den Ausritt sehr genossen – Zeit aufzuatmen und zu entspannen 🙂

 

Vier Tage – vier Mulis Eselsfest in Wolfegg

UNTER ESELN GILT DAS MULI ALS PFERD

Falls Du noch nicht da warst, kann ich Dir das Eselfest im Bauernhaus in Wolfegg empfehlen. Wir haben es sehr genossen. Das Museumsteam gibt sich viel Mühe und wir werden gut versorgt. Die verschiedenen Wettbewerbe sind in lockerer Stimmung, keine verbissenen Kämpfe um die Schleifen – so haben wir das zumindest gesehen. Einfach nett, andere Esel- und Mulileute kennenzulernen. Alte und neue Bekannte zu treffen und sich auszutauschen. Vier Tage – vier Mulis Eselsfest in Wolfegg weiterlesen

Vier Tage – vier Mulis 4. Tag

MIT UMWEGEN ZUM ZIEL

Es schläft sich gut, wenn die Tiere gut untergebracht sind. Außerdem ist es toll, in einem Bett zu schlafen. Die nächsten 2 Nächte werde ich ja im Pferd- äh : Mulihänger schlafen 😉
Auch die Tiere erwarten schon ihre Heuportion am Morgen. Übrigens haben sie zusätzlich kein Kraftfutter bekommen. Wozu auch, denn die Strecken waren gut machbar und ohne Stress. Außerdem gab es ja auch immer wieder Fresspausen am Wegesrand.

Ich bin gespannt, wie wir an Bad Waldsee vorbeikommen. Auf der westlichen Seite ist Ried und Moor, auf der östlichen Seite Bundesstraße und Golfplatz. Ich hab mich entschieden, den Weg am Rand von Waldsee im Industriegebiet zu wählen.
Eine gute Entcheidung, denn trotz einigem Verkehr kommen wir gut durch und erreichen schnell wieder Feld- und Waldwege. Hier sind wir wesentlich entspannter. Na ja, bis Vier Tage – vier Mulis 4. Tag weiterlesen

Vier Tage und vier Mulis – 3.Tag

STRASSEN, REGEN UND GASTFREUNDSCHAFT

Morgenstimmung
Pferdeherde auf dem Vollochhof

Ich schlafe am morgen tatsächlich bis sieben Uhr. Das ist ja schon Urlaub 😉 Dann führt mich aber mein Weg schnell zu den Tieren. Sie sind auch ganz zufrieden und ausgeruht. Die Pferde, die hier auf dem Hof zuhause sind, kommen auf die Koppel, das ist natürlich ein bißchen aufregend. Aber die vier sind ja zusammen, da beruhigen sie sich schnell wieder.

In aller Ruhe satteln wir nach dem guten Frühstück. Inzwischen sind die Handgriffe Routine und auch die Tiere kennen die Abläufe. Noch ein Bild zum Vier Tage und vier Mulis – 3.Tag weiterlesen

Vier Tage mit vier Tieren – 2. Tag

UMWEGE UND BEGEGNUNGEN

Ausgeruht und munter startet der neue Tag. Zumindest wir Menschen sind nach dem langen Schlaf ausgeruht. Ein Vorteil beim Wanderreiten: meistens schlafe ich da wesentlich mehr als normal.
Die Mulis blicken mir auch schon erwartungsvoll entgegen. Ob sie wissen, daß es noch ein paar Tage weitergehen wird?

Das Packen klappt heute schneller und ist einfacher. Das Packsystem hat sich bewährt. Die „Packsättel“, also die Sättel von Elli und Lukas, nehmen wir jeweils zu zweit und setzen sie von hinten auf den Rücken. So können wir ohne viel Aufhebens die Taschen dranlassen und trotzdem ordentlich satteln. Übrigens nehmen es beide Tiere gelassen, so gesattelt zu werden.

Wie üblich laufen wir erst ein Stück mit den Tieren, bevor wir aufsteigen. Dem Bussen, dem „heilige Berg Oberschwabens“ sind wir inzwischen schon nahe gekommen. Am heutigen Tag wird er uns aus unterschiedlichen Perspektiven zu sehen sein.

Die Strecke hatte ich abseits der Bundesstraße durch Felder und den Wald geplant. Leider Vier Tage mit vier Tieren – 2. Tag weiterlesen

Vier Tage mit vier Tieren – Handtierritt nach Wolfegg 1. Tag

 

PLANUNG ZWISCHEN WUNSCH UND WIRKLICHKEIT

Vor zwei Jahren fiel er aus, der geplante Ritt nach Wolfegg. Ein Termin kam dazwischen. Aber vielleicht scheute ich auch das Abenteuer mit Packtier unterwegs zu sein und es fiel mir leicht den anderen Termin anzunehmen?

In diesem Jahr hatte ich eine Mitreiterin, also gab es kein Zurück mehr. Außerdem hatte ich meinen Ritt auch schon angekündigt  in Wolfegg. Unser Ziel war nämlich das Bauernhausmuseum dort, genauer gesagt das Eselfest dort.

Alle zwei Jahre findet es im September dort statt. Letztes Mal bin ich mit Bubble und Lukas einfach mit dem Hänger hingefahren und hab den Ritt dorthin ausfallen lassen.  Es ist eine tolle Atmosphäre , das Museumsteam gibt sich viel Mühe, es für die Eselleute und die BesucherInnen zu einem schönen Erlebnis zu machen. Doch davon dann später mehr.

In diesem Jahr würde ich also wirklich hinreiten. Vier Tage mit vier Tieren – Handtierritt nach Wolfegg 1. Tag weiterlesen

Hohenzollernritt Teil III (5.- 7.Tag)

Fünfter Tag:
Jungingen – Reuschelhof Willmandingen

Wanderritt Hohenzollern
Abrittbereit in Jungingen
Wanderritt Hohenzollern
Bald schon ist der Hohenzollern in die Ferne gerückt und wir wieder auf den Höhen der Alb
Wanderritt Hohenzollern
Die Burg Ringelstein besuchen wir heute. Ein Turm mit Ausblick für uns und für die Tiere saftiges Gras als zweites Frühstück
Wanderritt Hohenzollern
Afra vom Turm aus 😉
Wanderritt Hohenzollern
Blick zurück vom Turm der Ringelstein aus
Wanderritt Hohenzollern
Die Buckel um den Kornbühl jetzt von der südlichen Seite aus
Wanderritt Hohenzollern
Versteinerung am Wegesrand (der Stein war leider etwas zu groß zum Mitnehmen)
Wanderritt Hohenzollern
Wir sind gut in der Zeit und die Stimmung ist gut, so daß wir auch noch einen Schlenker in die Burg Hohenmelchingen machen. Die Tiere laufen super brav alle möglichen Wege und genießen als Belohnung die Graspausen.
Wanderritt Hohenzollern
Der Brunnen in Willmandingen wird bei der Ankunft genutzt zum Trinken – ansonsten haben sie sich eher zurückgehalten trotz warmen Wetter. Die Mulis trinken sowieso viel weniger.

Sechster Tag
Willmandingen – Kohlstetten, Radwanderhäuschen

Wanderritt Hohenzollern
Heimwärts queren wir wieder das Große Rinnental
Wanderritt Hohenzollern
Vorbei am Golfplatz ohne Zusatzlöcher anzulegen 😉
Wanderritt Hohenzollern
Sightseeing: Abstecher zum „Aufhauser Loch“, einer beindruckenden Doline
Wanderritt Hohenzollern
Märchenschloß Lichtenstein
Wanderritt Hohenzollern
Gegenüber der Burg Hohenzollern wirkt der Lichtenstein verspielter- die Tiere nehmen es gelassen: Hauptsache Gras!
Wanderritt Hohenzollern
Picknick unter der Schloßmauer
Wanderritt Hohenzollern
Die Tiere ruhen versteckt im Schatten der Bäume und wir genießen das Picknick
Wanderritt Hohenzollern
Blick ins Tal mit dem eindrucksvollen Albtrauf
Wanderitt Hohenzollern
Bubble ist auch schwindelfrei
Wanderritt Hohenzollern
Sigthseeing Ruine Alter Lichtenstein
wanderritt_hohenzollern
Beeindruckende piltzbefallene Buche
Wanderritt Hohenzollern
Kohlstetten -, wir kommen!

Siebter Tag:
Kohlstetten – Mehrstetten

Wanderritt Hohenzollern
Ein Blick zurück am Morgen auf Schloß Lichtenstein
Wanderritt Hohenzollern
Am Wochenende wird an der Ortsverbindungsstraße nicht gearbeitet und wir können in Ruhe nach Marbach reiten. Etwas gespenstig ist es schon, diese Baustelle mitten im Wald
Wanderritt Hohenzollern
Natürlich darf in Marbach das Bad in der Lauter nicht fehlen. Von wegen: Mulis sind wasserscheu 🙂
WAnderritt Hohenzollern
Das Schloß Grafeneck in Sicht!
Wanderritt Hohenzollern
Letzte Picknickpause oberhalb von Grafeneck
Wanderritt Hohenzollern
Müde Wanderreiterinnen
Wanderritt Hohenzollern
Himmelsblau kurz vor der Heimat
Wanderritt Hohenzollern
Noch wenige Meter bis zur Heimat und der Herde 🙂

Resümee des Hohenzollernrittes:
Eine tolle Strecke durch beeindruckende Landschaft mit vielen Burgen und atemberaubenden Ausblicken.
Super Mulis und Pferd, die alle Wege souverän meisterten.
Nette Quartiere, die Gastfreundschaft in Deutschland erleben ließen.
Nette Mitreiterinnen und eine Troßfahrerin, die uns begeleitete.