Burgenritt mit Maultieren

Im Frühjahr und im Herbst, wenn die Bäume nicht belaubt sind und nicht so viele Menschen im Großen Lautertal unterwegs sind, machen wir uns auf den Weg zum Burgenritt mit Maultieren.

Mit Maultier unterwegs

Klar besteht die Gefahr, daß das Wetter nicht so super ist, aber auch in diesem Frühjahr hatten wir wieder Glück und Sonne und angenehme Temperaturen begleiteten uns.

Das Große Lautertal ist eine der burgenreichsten Gegenden Deutschlands. Die Burgen sind allerdings meist nur noch als Ruinen vorhanden und nicht sehr groß. Aber es ist toll, mit den Maultieren an den Burgen vorbeizureiten oder auch mal bis in die Burg hinein – da kommt doch fast mittelalterliches Feeling auf 😉

Ohne Furcht geht Elli durch die Unterführung

Elli geht ohne Probleme durch die Unterführung der Bahnlinie.

Unterwegs im Schandental

Eine reine Stutengruppe hatten wir dieses Wochenende dabei: Bubble, Tira, Elli, Afra und Nele. Mit lauter WiederholuingstäterInnen als Reitende war es acuh recht entspannt.
Habe ich mir früher noch Gedanken gemacht, ob es so klappt, mit lauter Maultieren unterwegs zu sein, ist es nun meiner Erfahrung nach gar kein Problem. Inzwischen sind wir ja öfter nur mit den Langohren unterwegs.

Gefrorene Pfützen auf dem Weg

Eis- und Schneereste zeigen, daß noch Winter und Frühling miteinander ringen. Ich bin ganz froh, daß ich zumindest die Vorderhufe der Tiere beschlagen habe, denn Schotter und Asphalt sorgen natürlich für Abrieb und gleichzeit ist es gut, wenn sie mit den Hinterhufen auf Schnee und Eis Griff haben. Es wechselt immer wieder, denn auf schattigen Wegen hat sich der Winter doch noch gehalten.

Frühlingsfelder

Strahlendes Frühlingswetter gibt es aber auf den Höhen und die Lerchen zwitschern auf den Feldern.

Immer wieder wechseln die Maultiere die Führung

Wechselnd übernehmen die Maultiere mal die Führung der Gruppe.

Nele beim Pinkeln

Auch Pinkelei muß mal sein. Inzwischen haben sich die Hintergeschirre aus Biothane bewährt und ich werde wohl alle Maultiere damit ausstatten.

Mal ein Stück zu Fuß
Bergrunter ins Lautertal führen wir zur Enlastung der Tiere und unserer Hinterteile 😉

Bichishausen

In Bichishausen

Das Große Lautertal empfiehlt sich zu wärmenen Monaten nur zu queren, denn auf dem Weg direkt an der Lauter entlang tummeln sich dann viele Menschen zu Fuß oder mit Rädern. In den kälteren Monaten oder auch bei schlechtem Wetter hat man das Tal weitgehend für sich. Dann kann man es genießen, dem romantischen Lauf der sich in großen und kleinen Bögen windenden Lauter zu folgen.

Am Samstag teilten wir das Lautertal nur mit ein paar RadfahrerInnen.
In Bichishausen an der früheren Zollstelle kamen wir von der Hochfläche ins Tal und hatten gleich die erste Burg im Blick: die Burg Bichishausen. Die kleine Kirche im Ort mit ihrem Zwiebelturm kündet auch gleich davon, daß hier das katholische Herrschaftsgebiet begann.Lirche in Bichishausen

Nur ein paar Meter weiter auf dem Lauterweg kam schon die nächste Burg auf der anderen Lauterseite in Blick: die Hohengundelfingen. Auf unserer Seite grüßte dann die Niedergundelfingen von einem Umlaufberg der Lauter.Gundelfingen

Wir haben dann das Tal verlassen und sind die Talseite hinaufgeritten, um oben Pause zu machen.Felsen im Lautertal

Auf dem Weg der Lauter entlang

Blick lauterabwärts

Blick ins Tal

Maultierquartett

Quartett auf dem Weg zur Burg Derneck

Geländegängige Maultiere
Gelände ist kein Problem, auch wenn der Weg mal unebener wird.

Erstaunlich viele Autos standen allerdings auf dem Parkplatz bei der Burg Derneck, wo wir picknickten. Die Maultiere nahmen es gelassen. Auch daß eine Gruppe Jugendlicher die Maultiere streicheln wollten, brachte sie nicht aus der Ruhe. Klar, wo immer wir die Tiere beim Picknick anbinden, spricht das etwas in den Menschen an: unterwegs sein, sich auf den Weg machen, geruhsam reisen, im Einklang mit der Natur und dem Tier 🙂

Picknick

Nach dem Picknick ging es dann hoch zu Ross, äh Maultiere hinauf auf die Burg Derneck. Hier war einiges los, aber die Tiere kannten es ja schon und wir konnten in Ruhe einen Kaffee und die Aussicht auf der Burg genießen. Die Mulis gingen gleich in den Schlafmodus und nutzten die Zeit sinnvoll zum Powernapping. Der Albverein bietet auf der Burg Kaffee, Kuchen und kleines Vesper an. Da lohnt sich Weg auf die Burg doppelt 🙂

Einritt Burg Derneck

Pause auf Burg Derneck  Ruhepause i Burghof 

Von der Burg runter ging es wieder ins Lautertal, vorbei an eindrucksvollen Felsen, die senkrecht das Tal begrenzen. Anstatt direkt zum Stall in Indelhausen zu reiten, lassen wir uns von den Tiere noch mal auf die Höhe Richtung Hayingen tragen und biegen dann wieder durch das Fichteltal ins Lautertal ab. Auf die Höhen bei Indelhausen

Ins FichteltalDie Maisenburg grüßt von der Höhe und unten im Tal blickt uns die Ruine der Schülzbug oberhalb von Anhausen entgegen.

Lautertal mit Ruine Schülzburg

 Eigentlich will ich hier über die Brücke auf die andere Lauterseite. Bubble,Afra, Nele und Elli zögern auch nicht über die Holzfahrbrücke über die Lauter zu marschieren.

Lauterbrücke

Tira hat aber gar keine Lust :-O Weder mit Futter, noch mit der Gerte, weder führend , noch mit Bubble von hinten treibend ist sie dazu zu bewegen auch nur einen Fuß auf die Holzplanken zu setzen. Wenn sie die Gelegenheit hat, düst sie einfach weg. Weg auch von den anderen, die ein Stück die Straße weiter auf sie warten.
Ich will das gar nicht einsehen, denn schließlich ist das eine Fahrbrücke und kein schmaler Steg! Aber ich kann mich auf den Kopf stellen: Tira will nicht über die Brücke! Klar es gibt eine alternative Lösung, indem wir einfah noch ein Stück auf der Lauterseite längs reiten und dann eine Steinbrücke über die Lauter nehmen.
Vor ein paar Jahren war Tira mal auf einer ähnlichen nassen Holzbrücke ausgerutscht und es scheint, daß sie ein solches Erlebnis nie, nie wieder erfahren will! Typisch Muli?  – Na ja, ich kenne auch einige Pferde, die sich bei Brücken verweigern. Typisch Muli ist, daß sie dabei voll ruhig, eben stur blieb und es ihr auch vollkommen egal war, daß die anderen wegritten.

Für unseren Weg war es nicht unbedingt notwendig über diese Brücke zu gehen und wir kamen auch so zur Wanderreitstation von Schweglers in Indelhausen. Für jedes Maultier gab es hier eine große Box mit Heu, Stroh und Wasser – alle fünf kannten sich ja schon aus.Führmuli Bubble

Die Menschen waren diesmal im Gasthof Adler in Anhausen untergebracht, wo wir abend noch ausgiebig das Abendessen genossen haben.

Auch der Sonntag versprach nach kühler Nacht und Nebel ein sonniger Tag zu werden. Heute stand zuerst der Ritt hoch zur Ruine Schülzburg auf dem Programm. Es ist schon Luxus, sich von den Tieren den Berg hinauftragen zu lassen 🙂
Die Ruine ist imposant und zeigt auch ganz verschiedene Baustile, da sie auch am längsten von den Burgen im Lautertal bewohnt wurde. Aber sie ist auch ziemlich verfallen und nur von außen zu betrachten.

Schülzburg

Burgruine

Mühelos den Berg hinauf

Weiter auf die Höhe hinauf ist es dann kaum vorstellbar, daß wir eben noch in einem felsigen Tal waren. Hier bestimmen Felder und Wiesen die Landschaft.

Hochfläche bei Kochstetten

Durch Kochstetten geht es dann wieder dem Wald zu und bald auch wieder hinunter ins Heiligental. Den steilen Berg hinunter steigen wir ab. So können wir uns die Füße vertreten und die Tiere genießen es , ohne unser Gewicht den Berg hinunterzukommen.

Tira übernimmt mal wieder die Führung

Heimwärts im Quartett

Berg runter mal wieder laufen

Ich bin gspannt, wie voll es heute am Sonntag auf der Burg Hohengundelfingen ist. Erstaunlicherweise sind hier nur wenige Spaziergänger und wir können in Ruhe picknicken. Es ist einfch toll, daß wir die Tiere einfach anbinden können und sie dann ohne Theater dort warten. Vor allem Afra ist gleich in der Sonne in den Schlafmodus gefallen, da wird man bei Zusehen auch ganz entspannt.

Einritt Burg Hohengundelfingen

Picknick auf der Burg

Mittagsschläfchen in der Sonne  Elli vom Burgfried aus

Blick Richtung Niedergundelfingen

Nele

Blick von der Burg lauterabwärts

Als wir weiterreiten, ist den Tieren natürlich schnell klar, daß es nun wieder nachhause geht. Aber sie machen auch jetzt keinen Stress. Wir können ganz in Ruhe über die Feldwege Richtung Heimat traben und galoppieren.

Bei Dürrenstetten

Das Beste für die Tiere ist natürlich, daß es trocken ist und sie sich nach dem Absatteln in der Heimat auf der Koppel ausgiebig wälzen können.

Wälzen zuhause

Maultierosteopathie

Letzte Woche war Karsten Gemecker, der Pferdeosteopath, wieder  bei uns.
Am Ende der Saison ist es toll, wenn ein paar Tiere in den Genuß der Behandlung kommen können, und damit sich die Anfahrt von Karsten lohnt, habe ich gleich 3 Tiere zur Behandlung angemeldet.

Maultierosteopathie vom Pferdeosteopathen

Maultierosteopathie weiterlesen

Quatsch mit Muli – Regenwetterprogramm

Da ist das Wetter mal extrem schlecht, was ja eigentlich nicht so häufig vorkommt und ich hab Reitstunde. Die Mädels kommen ohne Regenhose und ohne richtige Regenjacke, denn es fing erst an zu schütten, als sie bereits auf dem Weg waren. Dazu der kräftige Wind mit ziemlich stürmischen Böen – das ist wirklich kein nettes Ausreitwetter. Also schnell umdisponieren und eine Stunde am Stall bzw. auf dem z.T. auf dem großen Putzplatz durchführen.

Die Besonderheit dabei: ausnahmsweise ohne Sattel und außerdem nehmen wir die beiden Shettys und Merle, das Shettymuli dazu. Quatsch mit Muli – Regenwetterprogramm weiterlesen

1000 Hände, 1000 mal die gleiche Frage, spontaner Auftritt – „Pferd Bodensee“

Tja, da kann man sich ja fast fragen, was die Maultiere auf einer Pferdemesse zu suchen haben. Aber nur „fast“! Denn in Frage gestellt hat niemand die Anwesenheit von Merle und Pablo in Friedrichshafen 🙂 Aber schließlich sind sie ja auch zur Hälfte Pferd und ein Hingucker auf jeden Fall!

Auch keine Frage ist es, daß es am besten ist, wenn die Tiere bzw. wenigstens 2 1000 Hände, 1000 mal die gleiche Frage, spontaner Auftritt – „Pferd Bodensee“ weiterlesen

Leute, wie die Zeit vergeht! Erste Aktion zum 18.ten Geburtstag

Schwupdiwupp ist schon bald der 18. Januar und ich hatte mir vorgenommen, an jedem 18. eines Monats eine besondere Aktion zu machen. Wäre ja schlecht, wenn ich das schon im ersten Monat vergesse!
Ach so, warum das ganze?
Mein Wanderreitbetireb wird dieses Jahr 18! Viel Zeit, in der ich mit den Pferden und seit schon bald neun Jahren mit den Maultieren auf dem Weg bin.
Dazu lernen tu ich immer!
Heute z.B. war ich begeistert, daß alle Tiere  mit der Gruppe von 19 Menschen mit mehr oder weniger Erfahrung bei der Trekkingtour unterwegs waren. Und das obwohl das Wetter sich zwischendurch auch von seiner eiskalten, stürmischen Seite zeigte 🙂

Aber nun zur 1. Aktion:
alle, die möchten, bekommen von mir ein Bild ihres Wunschmulis aus meiner Herde in Schwarzweiß (Belistiftart) zum Ausdrucken in DIN A 4 zugesandt.
Voraussetzung:  am 18.01.2016 von 0.00 bis 24.00 Uhr eine Mail schreiben mit dem Wunschmuli.

Ich freu mich auf Eure Mails!

info@albmuli.de

Vier Tage – vier Mulis 4. Tag

MIT UMWEGEN ZUM ZIEL

Es schläft sich gut, wenn die Tiere gut untergebracht sind. Außerdem ist es toll, in einem Bett zu schlafen. Die nächsten 2 Nächte werde ich ja im Pferd- äh : Mulihänger schlafen 😉
Auch die Tiere erwarten schon ihre Heuportion am Morgen. Übrigens haben sie zusätzlich kein Kraftfutter bekommen. Wozu auch, denn die Strecken waren gut machbar und ohne Stress. Außerdem gab es ja auch immer wieder Fresspausen am Wegesrand.

Ich bin gespannt, wie wir an Bad Waldsee vorbeikommen. Auf der westlichen Seite ist Ried und Moor, auf der östlichen Seite Bundesstraße und Golfplatz. Ich hab mich entschieden, den Weg am Rand von Waldsee im Industriegebiet zu wählen.
Eine gute Entcheidung, denn trotz einigem Verkehr kommen wir gut durch und erreichen schnell wieder Feld- und Waldwege. Hier sind wir wesentlich entspannter. Na ja, bis Vier Tage – vier Mulis 4. Tag weiterlesen

Vier Tage und vier Mulis – 3.Tag

STRASSEN, REGEN UND GASTFREUNDSCHAFT

Morgenstimmung
Pferdeherde auf dem Vollochhof

Ich schlafe am morgen tatsächlich bis sieben Uhr. Das ist ja schon Urlaub 😉 Dann führt mich aber mein Weg schnell zu den Tieren. Sie sind auch ganz zufrieden und ausgeruht. Die Pferde, die hier auf dem Hof zuhause sind, kommen auf die Koppel, das ist natürlich ein bißchen aufregend. Aber die vier sind ja zusammen, da beruhigen sie sich schnell wieder.

In aller Ruhe satteln wir nach dem guten Frühstück. Inzwischen sind die Handgriffe Routine und auch die Tiere kennen die Abläufe. Noch ein Bild zum Vier Tage und vier Mulis – 3.Tag weiterlesen

Hohenzollernritt Teil III (5.- 7.Tag)

Fünfter Tag:
Jungingen – Reuschelhof Willmandingen

Wanderritt Hohenzollern
Abrittbereit in Jungingen
Wanderritt Hohenzollern
Bald schon ist der Hohenzollern in die Ferne gerückt und wir wieder auf den Höhen der Alb
Wanderritt Hohenzollern
Die Burg Ringelstein besuchen wir heute. Ein Turm mit Ausblick für uns und für die Tiere saftiges Gras als zweites Frühstück
Wanderritt Hohenzollern
Afra vom Turm aus 😉
Wanderritt Hohenzollern
Blick zurück vom Turm der Ringelstein aus
Wanderritt Hohenzollern
Die Buckel um den Kornbühl jetzt von der südlichen Seite aus
Wanderritt Hohenzollern
Versteinerung am Wegesrand (der Stein war leider etwas zu groß zum Mitnehmen)
Wanderritt Hohenzollern
Wir sind gut in der Zeit und die Stimmung ist gut, so daß wir auch noch einen Schlenker in die Burg Hohenmelchingen machen. Die Tiere laufen super brav alle möglichen Wege und genießen als Belohnung die Graspausen.
Wanderritt Hohenzollern
Der Brunnen in Willmandingen wird bei der Ankunft genutzt zum Trinken – ansonsten haben sie sich eher zurückgehalten trotz warmen Wetter. Die Mulis trinken sowieso viel weniger.

Sechster Tag
Willmandingen – Kohlstetten, Radwanderhäuschen

Wanderritt Hohenzollern
Heimwärts queren wir wieder das Große Rinnental
Wanderritt Hohenzollern
Vorbei am Golfplatz ohne Zusatzlöcher anzulegen 😉
Wanderritt Hohenzollern
Sightseeing: Abstecher zum „Aufhauser Loch“, einer beindruckenden Doline
Wanderritt Hohenzollern
Märchenschloß Lichtenstein
Wanderritt Hohenzollern
Gegenüber der Burg Hohenzollern wirkt der Lichtenstein verspielter- die Tiere nehmen es gelassen: Hauptsache Gras!
Wanderritt Hohenzollern
Picknick unter der Schloßmauer
Wanderritt Hohenzollern
Die Tiere ruhen versteckt im Schatten der Bäume und wir genießen das Picknick
Wanderritt Hohenzollern
Blick ins Tal mit dem eindrucksvollen Albtrauf
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Bubble ist auch schwindelfrei
Wanderritt Hohenzollern
Sigthseeing Ruine Alter Lichtenstein
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Beeindruckende piltzbefallene Buche
Wanderritt Hohenzollern
Kohlstetten -, wir kommen!

Siebter Tag:
Kohlstetten – Mehrstetten

Wanderritt Hohenzollern
Ein Blick zurück am Morgen auf Schloß Lichtenstein
Wanderritt Hohenzollern
Am Wochenende wird an der Ortsverbindungsstraße nicht gearbeitet und wir können in Ruhe nach Marbach reiten. Etwas gespenstig ist es schon, diese Baustelle mitten im Wald
Wanderritt Hohenzollern
Natürlich darf in Marbach das Bad in der Lauter nicht fehlen. Von wegen: Mulis sind wasserscheu 🙂
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Das Schloß Grafeneck in Sicht!
Wanderritt Hohenzollern
Letzte Picknickpause oberhalb von Grafeneck
Wanderritt Hohenzollern
Müde Wanderreiterinnen
Wanderritt Hohenzollern
Himmelsblau kurz vor der Heimat
Wanderritt Hohenzollern
Noch wenige Meter bis zur Heimat und der Herde 🙂

Resümee des Hohenzollernrittes:
Eine tolle Strecke durch beeindruckende Landschaft mit vielen Burgen und atemberaubenden Ausblicken.
Super Mulis und Pferd, die alle Wege souverän meisterten.
Nette Quartiere, die Gastfreundschaft in Deutschland erleben ließen.
Nette Mitreiterinnen und eine Troßfahrerin, die uns begeleitete.

 

Hohenzollernritt 2015 4.Tag

VIERTER TAG
Boll – Jungingen
Der Höhepunkt und Wendepunkt unseres Rittes 😉

Wanderritt Hohenzollern
Burg Hohenzollern im Licht der aufgehenden Sonne
Wanderritt Hohenzollern
Zur zusätzliche Stärkung für die Höhenmeter gibt es ein bißchen Kraftfutter
Wanderritt Hohenzollern
Hinauf zur Burg
Wanderritt Hohenzollern
Wir kommen näher (zum Glück tragen uns Muli und Pferd hinauf 😉 )
Wanderritt Hohenzollern
Wie die Rittersleut
Wanderritt Hohenzollern
Elli erobert die Burg!

Wie die Rittersleut 😉

 

Wanderritt Hohenzollern
Das Land liegt uns zu Füßen
Wanderritt Hohenzollern
Im Burghof mit Muli und Pferd
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Damit wir in Ruhe die Aussichten genißen können, binden wir die Tiere an. Bubble sthet einfach frei mittendrin. Es ist schon von großem Vorteil, wenn die Wanderreittiere so schnell in den „Standby-Modus“ gehen.
Wanderritt Hohenzollern
Imposante Kulisse für ein Schläfchen der Tiere in der Sonne
Wanderritt Hohenzollern
Blick zum Turm
Wanderritt Hohenzollern
Auch wenn Igor ein Pferd ist, stand er doch prima wie die Maultiere (klar der 23 jährige hat ja auch schon einiges an Wanderreiterfahrung auf dem Buckel).
Wanderritt Hohenzollern
Volle Gelassenheit während sich die Burg mit Touristen füllt. Wahrscheinlich bringen wir die ersten Mulis in die Burg  😉
Wanderritt Hohenzollern
Blick ins Tal beim Weg hinunter
Wanderritt Hohenzollern
Natürlich führen wir die Tiere runter. Die Holzbrücken sind kein Problem
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Warten auf die Öffnung der Schranke. Bubble folgt mir.
Wanderritt Hohenzollern
Abschied von der Burg
Wanderritt Hohenzollern
Nachdem wir von der Burg runter sind, geht es dann wieder bergauf. Wir reiten die Buckel immer rauf und laufen bergab.
Wanderritt Hohenzollern
Gut, daß wir nicht auf einem Besen sitzen 😉
Wanderritt Hohenzollern
Wir sind wieder oben kurz vor dem Zeller Horn, um noch einmal die grandiose Aussicht zu genießen
Wanderritt Hohenzollern
Wahnsinn! Dieser Blick!
Hohenzollernritt
Mit Bubble ganz cool am Rande des Abgrundes (und nebenei noch fotografieren 😉 )
Wanderritt Hohenzollern
Der Blick auf die Burg Hohenzollern
Wanderritt Hohenzollern
Igor in der Pause am Nägelehaus
Wanderritt Hohenzollern
Blick vom Raichbergturm auf das Picknick
Wanderritt Hohenzollern
Manchmal geht der Weg nicht so weiter, wie die Karte ihn anzeigt. Kleine Pause zum Lage checken, dann geht es weiter (angekommen sind wir ja immer)
Wanderritt Hohenzollern
Noch einmal ein Blick in die Weite von oben
Wanderritt Hohenzollern
Begegnung auf dem Weg runter ins Tal nach Jungingen
Wanderritt Hohenzollern
Die Tiere übernachten in Jungingen wieder auf einer Wiese. Die Reiterinnen genießen nach der Nacht im Stall Sauna, gutes Essen und kuschelige Betten im Hotel Post.

Mulis und Hitze

Schon einige Zeit ist seit dem letzten Artikel vergangen – ich war einfach zu iel unterwegs. Jetzt endlich ist mal kurz Zeit, ein paar Gedanken niederzuschreiben.

Die letzten Tage hat uns der Sommer ja ganz ordentliche Temperaturen über 30 Grad beschert. Was machen die Mulis da? Was macht die Hitze mit den Mulis?

Frühmorgens auf der KoppelWenn es so heiß ist und damit verbunden auch die Insektenplage ziemlich groß ist, steh ich früh auf und lasse die Herde um ca. 5 Uhr auf die Koppel und hole sie je nach Bedarf oder Witterung gegen 9.30 Uhr wieder in den Offenstallbereich.
In diesem Sommer nerven bisher vor allem die Bremsen. Dafür sind die kleinen Kribbelmücken, die so gerne in die langen Ohren gehen, gerade sehr zurückhaltend. Das freut mich vor allem für Afra, die dann ohne ihren „Schlafanzug“ = Ekzemerdecke raus kann. Gestochen werden die Tiere natürlich reichlich.  Sehen wir es positiv: es ist Aderlaß in homöopathischer Dosis (Sommerblutauffrischungskur quasi) und bestimmt stechen die Quälgeister genau auf die Meridiane und bieten kostenlose Akupunktur 😉
Insgesamt ertragen die Maultiere nach Gewöhnungszeit die Viecher mehr oder weniger gelassen.  Allerdings gehen sie bei Großangriff der Stechinsekten auch sehr gerne in den Stallbereich, denn dort sorgen die Schwalben für eine gute Dezimierung der Insekten.

Vor allem die Mulis ruhen dann aber viel im Auslaufbereich anstatt in den schattigen Stall zu gehen. Da im Auslauf ein Sägemehlplatz eingerichtet ist, liegen sie gerne auch in der größten Mittagshitze dort  und schlafen.  Zum Ruhen wählen sie den Schatten, wenn es sehr schwül ist. Trockene Hitze scheint ihnen wenig auszumachen.

Afra in der Herde beim Ruhen auf dem Sägemehlplatz
Afra in der Herde beim Ruhen auf dem Sägemehlplatz

Beim Reiten merke ich keinen Unterschied außer , daß es mir natürlich viel zu warm ist. Beim Wanderritt am letzten Wochenende haben auch die Mulis geschwitzt, was sonst eher weniger als bei den Pferden vorkommt. Allerdings war es nicht nur super heiß (38 Grad), sondern auch sehr schwül. Wir sind zwar die ganze Zeit nur Schritt gegangen, aber es gind ziemlich bergauf und bergab.

Gegen die Stechviecher tragen die Mulis Extraohrenkappen und zum Teil Fliegendecken, dann haben sie etwas mehr Ruhe. Super hilft auch ein gut platzierter Handschlag auf den Blutsaugern 😉 Nur in der Pause schmiere ich sie mit Antifliegenmittel an der Brust, unter dem Bauch und auf der Kruppe ein. Kurzfristig gibt ihnen das ein bißchen mehr Ruhe.

Pause beim Wanderritt

Das Trinkverhalten der einzelnen Tiere bei Hitze ist sehr unterschiedlich. Insgesamt trinken die Mulis aber auf jeden Fall im Durchschnitt weniger wie die Pferde (ca. 30 Liter). Afra ist eher ein Wenigtrinker und Bubble eher ein Vieltrinker. Die Mulis, die mit auf den Touren sind, zeigen sehr deutlich, wenn sie unterwegs Durst haben, denn sie nutzen jede Pfütze zum Trinken.
Auf den Ritten finde ich es nicht schlimm, wenn sie zwischendurch grasen, denn auf der wasserarmen Alb kommen wir in der Regel tagsüber außer an Pfützen an keiner Trinkstelle vorbei. So nehmen sie immer ein wenig Feuchtigkeit mit dem Futter auf.
Nach den Picknicks gibt es für die Tiere, die wollen auch noch Reste aus den Flaschen zum Trinken. Vor allem Bubble hat das Trinken aus der (Plastik-)Flasche inzwischen gut drauf. Aber auch die anderen sind zumindest beim A-Schorle inzwischen auf den Geschmack gekommen.
Wenn es so heiß ist wie am letzten Wochenende, bieten wir den Tiere auch immer morgens vorm Losreiten und abends nach der Ankunft Wasser in Eimern an. Da meine Tiere im Stall ja eine goße Schwimmertränke haben, sind sie das Trinen mit großen Schlucken gewohnt. So hab ich auch eine ganz gute Übersicht, wer wieviel getrunken hat.

Dinky und Pablo

Obwohl wir ja jetzt schon lange Sommertemperaturen haben und die Tage ja schon wieder kürzer werden,  ist bei einigen Tieren das Winterfell noch nicht ganz verschwunden. Bei Alfred liegt das sicher am Alter,  aber auch Bubble, Mala und Elli haben noch lange Haare am Bauch. Mal sehen wie es im nächsten Jahr ist  und wie das Winterfell kommt. Insgesamt präsentieren sich die Mulis jetzt aber in absolut glänzendem kurzen Fell- eine Freude die Herde in der Sonne zu sehen.

Und, was Eure Tiere bei der Hitze?