Maultierohren

Gedanken zum Umgang mit Maultieren

Gerade habe ich für jemanden eine paar Gedanken zum Umgang mit den Maultieren aufgelistet, daran will ich Dich gerne teilhaben lassen.
Eigentlich sollten ja Bilder von letzten Wanderritt  kommen. Die müssen noch warten. Ich bin viel zu viel unterwegs und komme mit der Bildbearbeitung gar nicht hinterher. 🙁
Aber erleben ist wichtiger als dokumentieren 😉
Aber zurück zum Thema:

„Mulis muß man so behandeln, wie man Pferde behandeln sollte“

Irgend ein kluger Mensch hat diesen Satz mal gesagt. Ein Pferdemensch profitiert also ganz ordentlich vom Umgang mit Mulis!

Ein paar Gedanken zum Umgang mit Maultieren:

⇒ Beim Muli darf man nicht erst gucken, was es machen will und dann dagegen steuern.  Besser ist es, das Maultier schon gleich in die richtige Richtung lenken, wo und wie man es haben will. Jede falsche Verhaltensweise, die nicht schon im Ansatz korrigiert wird, macht den Umgang wieder schwerer.

Zum Beispiel ist es natürlich einfach das Muli gleich auf dem Weg zu halten, anstatt es erst ins Gras am Wegrand zu lassen und dann mühselig wieder rauszuholen.  😉

⇒ Da heißt es zum einen natürlich wissen, was man will und eine klare Vorstellung davon zu haben, wie sich das Muli verhalten soll. Zum anderen bedeutet das auch sehr schnell zu sein bzw. die Ideen des Mulis vorauszuahnen.

„Geschwind“ und nebenbei geht gar nicht – die Mulis erziehen zur Klarheit, Konzentration und Zielorientierung. Ansonsten gibt es ein Fiasko.
Ganz schön anspruchsvoll sind die Maultiere dabei!

⇒ Wer nach dem „Ausschlußverfahren“ lebt, d.h. zur Entscheidung kommt, indem er/ sie erst alles ausschließt was nicht gewollt ist, hat keine Chance! Positives, zielgerichtetes Denken ist gefragt.

Eine Portion „Dickschädeligkeit“ im Sinne von „Wissen, was man will“ ist deshalb auch beim Maultier-Menschen notwendig!

⇒ Genauso ist es wichtig, das Maultier zu loben und damit zu bestätigen, wenn es das macht, was wir verlangt haben. Dann arbeitet es auch sehr gerne mit. Fehlt dieses Feedback oder wiederholen wir Übungen ständig, ist das Tier schnell unkonzentriert, gelangweilt und sucht sich interessantere Dinge. Und langweilen tun sie sich schnell!

⇒ Übrigens ist Rangordnung den Mulis fremd! Es zählt, wer in der jeweiligen Situation, die größe Sach- und Führungskompetenz, sprich die besten Argumente hat.  Unsere Vorhaben müssen deshalb immer Hand und Fuß haben und dürfen nicht mal so ein“ ich versuch`s mal“ sein.

Von daher bin ich in dem Wanderreitbetrieb voll gefordert, denn ich muß ausbügeln und eingreifen, wenn meine Gäste verständlicherweise vor allem zu Anfang noch zögerlich sind.

Aber es ist auch toll zu sehen, wie die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Muli funktioniert, wenn die Menschen klar und zielgerichtet sind 🙂

Wer Lust hat, sich mit meinen Maultieren auf den Weg zu machen, findet unser Programm hier: www.Albmuli.de

 

Veröffentlicht von

Julia

Hallo, ich bin Julia und schreibe hier über meine Erlebnisse und Erfahrungen mit meinen Maultieren. Mehr über mich und was ich so mache, siehst Du auf meiner Seite unter https://albmuli.de/

4 Gedanken zu „Gedanken zum Umgang mit Maultieren“

  1. …mitten aus dem Leben mit einem Muli…..
    Sehr passend geschrieben.

    Mir persönlich gefällt am Besten der Satzteil „die Ideen des Mulis vorauszuahnen“.

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