Scheue Tiere vor Publikum

Schon über eine Woche ist unser Hoffest vorbei und ich möchte Euch doch noch kurz etwas davon berichten. Super war, daß viele Menschen gekommen waren, um den Gottesdienst im Grünen mitzufeiern, um sich auf dem Albhof der Familie Reutter- unserer Heimat- umzusehen, um zu essen und zu trinken, um alte und neue Bekannte zu treffen und natürlich auch, um die Maultiere zu sehen.

Maultier im Regen
Leider öffnete der Himmel pünktlich zum Beginn unserer Vorstellung die Schleusen, so daß wir im Bereich des Offenstalls blieben, wo die ZuschauerInnen etwas geschützt waren. Die Mulis ließen sich auch vom Regen nicht abhalten, draußen zuzugucken.
Lukas, mein Packmuli, durfte spontan mit dem Wallach meiner Freundin die Qualitäten eines brav mitlaufenden Mulis zeigen. Einfach toll, daß er ohne Probleme einfach mit jedem Pferd als Handtier mitläuft 🙂

Lukas als Handtier
Mit einer kleinen Gruppe meiner ReitschülerInnen hatte ich ausgemacht, daß sie sich bei der Vorführung der Maultiere und Pferde beteiligen können.
Die Aufregung der Kinder wich bald einer Konzentration und Zielstrebigkeit. Nach einem kurzen Ausschnitt aus dem Reitunterricht durften sie die verschiedenen Maultiere zeigen.

Maultierwallach ProfessorGanz cool blieben dabei auch die „kleinen“ Maultiere. Der vormals so scheue Professor ließ sich ebenso dicht an den fremden Menschen vorbeiführen wie die Reitmaultiere, die ja Menschen gewohnt sind.

Maultierwallach FerdinandGanz selbstverständlich holten die Mädchen die Tiere in den Ring. So lief auch Ferdinand einfach mit dem ihm fremden Mädchen inmitten der ZuschauerInnen. Ich mußte zu Anfang schlucken, denn das war wirklich ein Experiment, ob er nicht Angst kriegen und abhauen würde. Doch er blieb gelassen, als sei es ganz alltäglich. Einfach toll, wie sich der kleine Ardennermuli gemacht hat! 🙂
Maultierstute Rosalie
Auch die etwas zickige Rosalie lief brav mit und zeigte sich zu meinem Erstaunen von der besten Seite! Die Konzentration der Mädchen ließ einfach gar keine andere Wahl.

Maultierstute DinkyFür Dinky war es der erste Auftritt bei mir und sie lief brav die Runden mit.
Toll auch, daß die Mädchen ganz selbstverständlich die Maultiere holten und herumführten, obwohl sie sonst ja mit den Reitmulis unterwegs sind. Da scheint der Unterricht doch etwas gebracht zu haben 😉

Maultierstute MerleNatürlich durfte Merle auch ihre Kistennummer zeigen. Sie ist ja erfahren durch die Messen. Ganz cool blieb sie auch, als ich unter ihr her ging, während sie auf der Kiste stand – gelernt ist gelernt!
Am Ende war ich total glücklich, daß die Tiere sich so gut benommen hatten und so viel Vertrauen gezeigt hatten. Vor allem bei Professor, Ferdinand und Rosalie ist es toll, daß sie so gut mitgemacht haben, denn sie waren ja alle drei, als sie zu mir kamen, krittisch gegenüber den Menschen. Inzwischen scheint eine gute Grundlage des Vertrauens gelegt zu sein (hat aber auch ein paar Jahre gedauert 😉 ).

Maultiervertrauen

 

Zähne zeigen

Eigentlich ging es mir ja schon länger im Kopf rum, dass auch Mala mal eine Zahnkontrolle gebrauchen könnte. Doch wie so oft, blieb es erst mal bei dem Gedanken. Zum Glück fotografiere ich ja ziemlich viel und das Bild, auf dem Mala flehmt und deutlich die Schneidezähne zeigt, gab den Ausschlag.

Von der Bildbearbeitung gleich ins Emailprogramm und die Zahnärztin um einen Termin gebeten. Damit es sich wenigstens ein bisschen lohnt, gleich 2 Tiere angemeldet. Zähne zeigen weiterlesen

Schreck in der Abendstunde

Da bin ich beim allabendlichen Misten und plane so meine Aktivitäten, die heute abend noch anstehen (z.B. Blog schreiben) und so nebenbei fällt mir auf, daß sich Afra hinlegt.

Im Prinzip ist das nicht ungewöhnlich, daß sich die Tiere auch mal tagsüber hinlegen und schlafen, und Afra war ja heute mit bei der Trekkingtour. Außerdem war sie auch am Wochenende dabei, vielleicht ist sie einfach müde. Ich will ihr etwas Gutes tun und stelle sie in die Extrabox, wo sie ihrer Ruhe hat und auch noch ein bißchen Heu mümmeln kann.
Ein paar Minuten ist ihr das auch recht und sie frißt ein wenig. Nach 10 Minuten fängt sie allerdings an rumzuquengeln und will raus. Von Ruhen oder gar Hinlegen und Schlafen also keine Rede. Okay, dann wieder zu den anderen.

Bald legt sie sich dort wieder auf ihren angestammten Liegeplatz in der Mitte der Strohmatraze. Da schleichen sich Gedanken ein: Ist sie müde oder hat sie eine Darmkolik (also Bauchschmerzen in Folge von Darmstörungen)? Welcher Typ ist Afra? Da gibt es Tiere, die werden sehr ruhig und in sich gekehrt, und legen sich einfach nur. Andere werden unruhig, wälzen sich hin und her und schlafen mit dem Schweif.  Ist sie der Typ, der die körperlichen Symptome ( erhöhter Puls und Atmung, blasse Schleimhäute, schwitzen, Fieber) eher nicht zeigt?
Wer glaubt, ein Muli würde nie koliken, der irrt, denn natürlich kann es auch bei ihnen zu Darmstörungen kommen.

Ungewöhnlich ist, daß sie sich zur Futterzeit hinlegt. Hat sie doch Bauchschmerzen? Oder ist sie einfach nur sehr müde?

Okay, beobachten ist angesagt, denn keines der anderen typischen Symptome zeigt sie. Nur daß sie sich immer wieder legt, aber auch sofort aufsteht, wenn ein anderes Herdenmitglied kommt. Ich bin noch mit dem Beschlag bei Igor beschäftigt und gucke zwischendurch immer mal wieder in den Stall. Zwischendurch liegt Afra ganz auf der Seite und schläft scheinbar. Auch die Augen sind zu. Allerdings ist die Atmung nicht ganz ruhig wie im Tiefschlaf.

Igor ist fertig. Es ist 20 Uhr und ich entscheide Afra, Colosan zu geben (regt die Darmtätigkeit an). Beim Muli muß man natürlich gut vorbereitet sein, denn ich kenn kein Tier, daß diese Flüssigkeit gerne nimmt. Wenn wir erst in Abwehrhaltung sind, hab ich keine Chance mehr, ihr die Maulspritze zu geben. Also ganz in Ruhe 15 ml aufziehen und sorgsam darauf achten, daß ich nichts verklecker und so schon danach rieche. Dann der liegenden Afra das Halfter anziehen und sie kraulen. Dann die vor dem Stall deponierte Maulspritze holen und zur noch liegenden Afra. Wieder Kraulen und ein bißchen am Maulwinkel berühren. Sie fängt sofort an zu kauen an. Also keine Zeit mehr verlieren und schwupdiwupp von der Seite die Maulspritze in Afras Maul entleeren. Geschafft! Nochmal ausgiebig kraulen.

Dann kommt Afra auf den abgetrennten Putzplatz, denn da gibt es nichts zu fressen. Nur einen Eimer mit frischem Wasser bekommt sie. Alle Pferd- und Muliäpfel noch entfernen, damit ich sehen kann, ob sie sich entleert. Ich striegel sie nochmal drüber, was sie sehr genießt. In ihrem Bauch gluggert es an verschiedenen Stellen wie verrückt, daß ist schon mal ein besseres Geräusch wie Totenstille im Darm.

Stall fertig machen und nach einem Kontrollgang erst mal ins Büro.

Um 22 Uhr gehe ich dann noch mal runter und gucke nach Afra. Sie hat ausgiebig gekackt und läuft ganz munter umher und will raus. Ich denke sie war einfach müde. Ich lasse sie raus zur Herde und hoffe, daß ist die richtige Entscheidung. Schade in dem Fall, daß Maultiere die menschliche Sprache nicht beherrschen!

Morgen früh werde ich mehr wissen.

 

 

 

Zeigt her Eure Füße!

Immer wieder ist es spannend, wenn Menschen bei mir reiten und natürlich vorher die Tiere geputzt und auch die Hufe ausgekratzt werden.

Am besten ist es natürlich, wenn die Tiere die Hufe geben, wenn man leicht ans Röhrbein klopft. Dann können sie erst ihr Gewicht auf die anderen Hufe verlagern und uns locker den Huf geben. Das ist auch angenehmer für die Tiere, als wenn ihnen der Mensch das Bein in die Höhe zieht und ihnen quasi den Boden unter den Füßen wegreißt. Zur Zeit habe ich lauter Tiere bei denen das eigentlich sehr gut klappt. Das war nicht immer so, aber davon später mehr.

Alfred Hufe auskratzen„Eigentlich“ diese Einschränkung mache ich, weil es nicht immer so klappt. Da geht es dann an die Ursachenforschung. Meine Tiere kennen das Hufegeben und können das auch, wir sind also nicht mehr in der Übungsphase.
Trotzdem kann es sein, dass ein Tier den Huf nicht geben will, z.B. weil es den gegenüberliegenden Fuß nicht belasten will. Wenn ich das Problem lösen kann, indem ich den anderen Fuß erst auskratze und z.B. einen dicken Stein entferne, ist das prima. Finde ich dort nichts, könnte es natürlich sein, dass sich gerade ein Abzeß bildet, den man von außen nicht sieht. Da heißt es dann, im Laufen mal gucken, ob das Muli lahmt.
Ein anderer Grund könnte natürlich auch sein, dass neben dran ein anderes Tier zu dicht steht. Dem lässt sich ja schnell Abhilfe schaffen.

In den meisten Fällen ist es aber zum Glück der Mensch, der sich ungeschickt verhält, so dass mein Maultiere beschliessen, nicht zu vertrauen und lieber mit den Füßen am Boden zu bleiben. Das ist nämlich der erste Schritt: das Tier muß uns soweit vertrauen, dass es das Teil seines Körpers hergibt, mit dem es weglaufen kann. Wir würden ja auch nicht jedem unseren Fuß geben.
Hektik oder auch Aufregung, weil man ja weiß, dass es unangenehm ist, wenn so ein Huf auf unserem Fuß landet, ist da hinderlich. Wie immer im Umgang mit den Maultieren gilt: positiv denken, also im Kopf haben, was man will. Wenn wir Kopf haben, was alles passieren könnte, verhalten wir uns schon so, dass genau das wahrscheinlich wird.

Ich stelle mich dazu dicht an das Maultier, klopfe ans Röhrbein und nehme, nachdem das Tier das Gewicht auf die anderen Hufe verlagert hat, den Huf hoch. Der Huf ist übrigens das Teil am Bein, an dem keine Haare wachsen! Immer wieder muß ich diesen Satz sagen, denn die meisten Menschen halten das Bein an Fessel oder sogar am Röhrbein. Das ist zu instabil und bringt natürlich das Tier dazu den Huf lieber wieder abzusetzen. Wenn ich die Zehenspitze des Hufes nach obern klappe, kann das Muli das Bein wesentlich schlechter wegziehen.
Der nächste Punkt ist: ich hab mich ja gleich zu Anfang dicht neben das Tier gestellt. Wenn ich den Huf in der Hand habe, steht mein dem Tier zugewandeter Fuß ziemlich da, wo vorher der Huf stand. So hat das Tier einen angenehmen Stand und wird nicht aus dem Gleichgewicht gebracht durch seitliches Rausziehen. Ich kann das Bein des Tiers leicht an mein Bein anlehnen. Bei den Hinterhufen lege ich das Fesselgelenk auf meinen Oberschenkel und habe so einen guten Halt. Wenn man sich als Mensch mal die „Hufe“ auskratzen läßt, kann man das ganz gut ausprobieren, was angenehmer ist.

Viele Menschen mit schlechten Hufkratzerfahrungen, stehen genau aus Angst vor einem zappelnden, schlagenden Tier auf Abstand. Damit fördert man aber erstens das Zappeln, denn der Huf wird ja dann seitlich rausgezogen und das Tier aus dem Gleichgewicht gebracht. Zweitens ist es auch wesentlich gefährlicher, weil das Tier dann mehr Schwung mit dem Bein nehmen kann und uns im Falle eines Falles mit viel mehr Wucht trifft.
Klar ist, dass ich mich bemühe zügig zu arbeiten.

Ich sage einfach „ab“, wenn ich fertig bin und lasse los. Andere setzen den Huf auf den Boden. Zum einen ist das Absetzen nicht ganz so rückenfreundlich für uns. Zum anderen arbeite ich auch an den Hufen auch, indem ich sie zwischen meine Beine klemme. Da heißt es für das Tier: solange ich an dem Bein dran bin, bleibt es oben. Das gibt dann natürlich Missverständnisse, wenn jemand die Hand am Huf bis zum Boden hat. Sie nehmen dann den Huf sofort wieder hoch.
Klar, daß ich vorher meinen Fuß von der Stelle entfernt habe, auf der das Maultier seinen Huf absetzt 😉 .

Afra Hufe auskratzen

Oben habe ich ja schon erwähnt, dass ich inzwischen lauter hufgeb-freundliche Maultiere habe. Das war bei einigen Tieren zu Anfang nicht so.

In der Regel ist das Hufekratzen vorne etwas unproblematischer als bei den Hinterhufen. Wenn das Hufegeben nicht klappt, ist es vorrangig, erst das gegenseitige Vertrauen zu schaffen. Darauf kann man dann aufbauen (wenn ich dem Tier vertraue gehe ich als Mensch natürlich auch anders an die Aufgabe!)

Bevor ich zum Hufeauskratzen komme, übe ich erst das Hufegeben! In kleinen Schritten gehe ich dabei vor, nehme den Huf erst nur wenige Zentimeter und nur kurz hoch. In der Übungsphase höre ich immer auf, wenn es gut klappt und lasse dann das Tier erst mal drüber nachdenken (in den großen Muliköpfen wird viel gedacht 😉 ).

Ein großes Problem ist für viele das Ausbalancieren im Stand. Ferdinand und Mala verweigerten deshalb das Hufegeben. Bei Mala war es interessanterweise nur der linke Hinterhuf. Sie ist auch ziemlich schief gewesen. Nachdem sie bei mir in einer Herde mit mehr Bewegung, nicht nur topfebenen Koppeln und dem Offenstall mit Stufen läuft hatte sich ihr Gleichgewicht schon gut gebessert. Nach osteopathischer Behandlung wurde es noch mal besser. Allerdings kann es immer noch sein, dass sie den Huf nicht gibt, weil sie sich unsicher bei dem Menschen ist. Ferdinand blieb einfach mit dem Gewicht gleichmäßig auf den vier Hufen. Bei Verweigeren reicht es manchmal aus ein bisschen das Gewicht des Tieres auf den anderen Fuß zu drücken. Da Maultiere aber bei Druck gerne mit Gegendruck reagieren, ist das weniger effektiv wie bei Pferden. Besser ist es bei solchen Tieren in der Fesselgelenkbeuge kräftig zu kraulen, bis sie den Fuß entlasten. Das gilt natürlich nur bei den Tieren, die sich nicht durch schlagen wehren!

Solche gibt es auch. Wie schon gesagt ist es meist hinten schwieriger. Bei Rosalie und Professor war das anfangs so. Rosalie hatte etwas mehr den Schwerpunkt auf Zappeln und Wegziehen. Bei Afra war der erste Versuch, sie hinten zu beschlagen, eine Katastrophe. Sie zog den Huf weg, schlug aus, regte sich immer mehr auf und wollte gar nicht mehr stillstehen. Deutlich war die Aussage: bleib mir von den Füssen weg, sonst schlage ich! Da lässt sich natürlich nicht vernünftig arbeiten, erst recht nicht beschlagen.
In kleinen Schritten kommt man auch hier zu Ziel. Zuerst üben wir, dass das Tier Berührung an dem Bein aushält. Dafür können wir auch mit einer Gerte das Bein abstreichen, dann sind wir aus der Schusslinie. 😉 Wenn das Muli das gut aushält, geht es weiter mit der Hand – Aufpassen auf den Kopf. Hier gilt natürlich auch: wenn ich ganz dicht am Tier stehe, kann es schlechter Schwung holen. Dann kommt Anklopfen und Loben, wenn der Huf hochgehoben wird. Oder wir machen mit dem Fesselgelenkbeugekraulen weiter. Wieder wird der Huf erst nur ganz kurze Zeit hochgehalten und viel gelobt. Und erst dann Schritt für Schritt weitergearbeitet. Bei Afra habe ich dann geübt mit dem Hammer, auf den Huf zu klopfen, bis sie das gut ausgehalten hat.
Auch beim Ablassen des Hufes bleibe ich ganz dicht am Tier, presse mich bei Schlägern sehr an, damit das Muli nicht doch noch zum Schluß Schwung für einen Schlag holen kann.
Bei schlagenden Mulis ist es Gründen der Sicherheit sinnvoll, sich das Hufauskratzen von jemand Erfahrenen zeigen zu lassen und sich Hilfe zu holen, wenn es nicht klappt. Maultiere sind einfach sehr deutlich in ihren Meinungsäußerungen und das ist nicht immer nett für uns!

Betty , eine Mulistute, die leider nicht mehr bei mir ist, hatte die Technik, sich voll auf den Huf zu legen, den ich in der Hand hatte. Auch da helfen kleine Schritte, also anfangs nur wenig und kurz hochheben. Und dann langsam steigern, wenn das Tier sich ausbalanciert hat.
Insgesamt heißt es auch immer am Gleichgewichtsgefühl und an der Vertrauensbasis zu arbeiten.
Solange das Hufegeben nicht gut klappt, ist an Hufbearbeitung nicht zu denken (höchstens unter Sedierung und das ist ein eigenes Thema). Es sind nur ein paar Minuten, die ich mir in Ruhe Zeit nehmen muß, um zu üben, aber es lohnt sich! 🙂
Inzwischen lassen sich alle meine Tiere auch von Fremden die Hufe auskratzen, wenn sie richtig stehen (s.o.)

Übrigens kann es immer sein, dass, wenn ich ein neues Maultier bekomme, es mir nicht die Hufe geben will, weil die Vertrauensbasis fehlt und das Tier durch den Umzug noch gestresst ist. Das gibt sich aber, wenn man dran bleibt.

Rosalie Hufeauskratzen

Immer pünktlich zur selben Zeit?

Natürlich habe ich heute morgen gedacht, wie schön es wäre noch liegen zu bleiben, aber wir gehen auf Tagesritt, da heißt es raus aus den Federn! Ich freu mich, daß die Uhr umgestellt wurde und es jetzt abend länger hell ist. Ob den Tieren die Umstellerei was ausmacht? Ruhende Maultiere Ein Teil der Herde lag heute morgen noch, als ich in den Stall kam. Vor allem Dinky ließ sich viel Zeit mit dem Aufstehen. Sonderlich gestresst wirkten sie nicht, ich komm ja sonst auch schon mal früher oder später in den Stall. Genauso wir die Fütterzeit abends variiert, je nachdem ob ich noch einen Ritt habe. Meiner Meinung nach hält es sie flexibler und da Mulis ja eher konservativ sind, ist das auch eine gute Übung für die Wanderritte, wenn es auch mal früher oder später etwas zu fressen  gibt.
Die Tiere nehmen die Umstellung gelassener als mancher Mensch, dessen ganzer Biorythmus gleich in Gefahr ist 😉
Einen schönen Sonntag mit Zeit zum Ausruhen wünsche ich Euch!Maultier Alferd

Muliputzen – mehr als Saubermachen!

Vor jedem Ritt putze ich natürlich mein Muli. Aber dieses Putzen ist mehr als nur Saubermachen!

Jetzt im Frühjahr sind auch die Maultiere im Fellwechsel und da genießen sie das Putzen sehr.  Nachdem sie sich im Dreck gewälzt haben, ist das Putzen natürlich  besonders effektiv 😉
Allerdings heißt das beim Putzen auch: „Mund zu“, denn die Haare finden immer den Weg Richtung Mund, und „Muli sauber, Mensch eingestaubt!“ Aber das Putzen ist ja mehr als nur Saubermachen! Muliputzen – mehr als Saubermachen! weiterlesen

Packmuli

Gestern waren wir wieder auf Trekkingtour. Zwei Familien und ein Pärchen war mit von der Partie. Außer 6 Reittieren war auch Lukas mit dabei. Als Packmuli läuft er einfach super und erstaunt die Menschen immer wieder, weil er so flott unterwegs ist. Er entspricht gar nicht dem ersten Eindruck, wenn man den eseligen, kleinen Kerl mit den dünnen Beinen sieht.  Packmuli weiterlesen

Entscheidung

Heute Nachmittag ein Anruf und ich war gerade kurz in der Wohnung – Glück gehabt! Am anderen Ende ein am Wanderreiten interessierter Mann.
Eine Viertelstunde telefonieren wir. Ich beantworte die Fragen und versuche herauszufinden, ob mein Angebot für ihn passt. Als Selbständige kann ich mir meine KundInnen so ziemlich raussuchen und es macht einfach keine Freude, wenn jemand eigentlich ganz andere Vorstellungen hat, wie ich sie ihm oder ihr bieten kann.

Dann ein Stocken und Zögern meines Gesprächspartners, als ich erwähne, dass wir auf Maultieren reiten. „Ähm, da sind wir eigentlich nicht so…, also eigentlich wollen wir…!“ Entscheidung weiterlesen

Dinkys Eingewöhnung nach einer Woche

Seit Freitag ist Dinky mit auf der Koppel, das Wetter ist trocken, so daß sie für ein paar Stunden den Platz zum Toben, die ersten Grasspitzen und vor allem immer wieder das Wälzen genießen können.
Ich hab den Eindruck, Dinky fühlt sich wohl und genießt die Herde. Das mit der Herde rauslaufen und auch wieder hereinkommen klappt super! Dinky ist immer mittendrin. Dinkys Eingewöhnung nach einer Woche weiterlesen