Brauchen meine Muli Decken?

Es ist kalt auf der Alb, ja sogar ziemlich ganz in ganz Deutschland ist es jetzt im Januar Winter. Und schon wimmelt es in den Foren, Zeitschriften und bei facebook von Fragen und Tipps zur richtigen Decken für das Pferd, Pony oder auch Muli. Da frag ich mich doch glatt: „Brauchen meine Muli Decken?“ Brauchen meine Muli Decken? weiterlesen

Mulis und Hitze

Schon einige Zeit ist seit dem letzten Artikel vergangen – ich war einfach zu iel unterwegs. Jetzt endlich ist mal kurz Zeit, ein paar Gedanken niederzuschreiben.

Die letzten Tage hat uns der Sommer ja ganz ordentliche Temperaturen über 30 Grad beschert. Was machen die Mulis da? Was macht die Hitze mit den Mulis?

Frühmorgens auf der KoppelWenn es so heiß ist und damit verbunden auch die Insektenplage ziemlich groß ist, steh ich früh auf und lasse die Herde um ca. 5 Uhr auf die Koppel und hole sie je nach Bedarf oder Witterung gegen 9.30 Uhr wieder in den Offenstallbereich.
In diesem Sommer nerven bisher vor allem die Bremsen. Dafür sind die kleinen Kribbelmücken, die so gerne in die langen Ohren gehen, gerade sehr zurückhaltend. Das freut mich vor allem für Afra, die dann ohne ihren „Schlafanzug“ = Ekzemerdecke raus kann. Gestochen werden die Tiere natürlich reichlich.  Sehen wir es positiv: es ist Aderlaß in homöopathischer Dosis (Sommerblutauffrischungskur quasi) und bestimmt stechen die Quälgeister genau auf die Meridiane und bieten kostenlose Akupunktur 😉
Insgesamt ertragen die Maultiere nach Gewöhnungszeit die Viecher mehr oder weniger gelassen.  Allerdings gehen sie bei Großangriff der Stechinsekten auch sehr gerne in den Stallbereich, denn dort sorgen die Schwalben für eine gute Dezimierung der Insekten.

Vor allem die Mulis ruhen dann aber viel im Auslaufbereich anstatt in den schattigen Stall zu gehen. Da im Auslauf ein Sägemehlplatz eingerichtet ist, liegen sie gerne auch in der größten Mittagshitze dort  und schlafen.  Zum Ruhen wählen sie den Schatten, wenn es sehr schwül ist. Trockene Hitze scheint ihnen wenig auszumachen.

Afra in der Herde beim Ruhen auf dem Sägemehlplatz
Afra in der Herde beim Ruhen auf dem Sägemehlplatz

Beim Reiten merke ich keinen Unterschied außer , daß es mir natürlich viel zu warm ist. Beim Wanderritt am letzten Wochenende haben auch die Mulis geschwitzt, was sonst eher weniger als bei den Pferden vorkommt. Allerdings war es nicht nur super heiß (38 Grad), sondern auch sehr schwül. Wir sind zwar die ganze Zeit nur Schritt gegangen, aber es gind ziemlich bergauf und bergab.

Gegen die Stechviecher tragen die Mulis Extraohrenkappen und zum Teil Fliegendecken, dann haben sie etwas mehr Ruhe. Super hilft auch ein gut platzierter Handschlag auf den Blutsaugern 😉 Nur in der Pause schmiere ich sie mit Antifliegenmittel an der Brust, unter dem Bauch und auf der Kruppe ein. Kurzfristig gibt ihnen das ein bißchen mehr Ruhe.

Pause beim Wanderritt

Das Trinkverhalten der einzelnen Tiere bei Hitze ist sehr unterschiedlich. Insgesamt trinken die Mulis aber auf jeden Fall im Durchschnitt weniger wie die Pferde (ca. 30 Liter). Afra ist eher ein Wenigtrinker und Bubble eher ein Vieltrinker. Die Mulis, die mit auf den Touren sind, zeigen sehr deutlich, wenn sie unterwegs Durst haben, denn sie nutzen jede Pfütze zum Trinken.
Auf den Ritten finde ich es nicht schlimm, wenn sie zwischendurch grasen, denn auf der wasserarmen Alb kommen wir in der Regel tagsüber außer an Pfützen an keiner Trinkstelle vorbei. So nehmen sie immer ein wenig Feuchtigkeit mit dem Futter auf.
Nach den Picknicks gibt es für die Tiere, die wollen auch noch Reste aus den Flaschen zum Trinken. Vor allem Bubble hat das Trinken aus der (Plastik-)Flasche inzwischen gut drauf. Aber auch die anderen sind zumindest beim A-Schorle inzwischen auf den Geschmack gekommen.
Wenn es so heiß ist wie am letzten Wochenende, bieten wir den Tiere auch immer morgens vorm Losreiten und abends nach der Ankunft Wasser in Eimern an. Da meine Tiere im Stall ja eine goße Schwimmertränke haben, sind sie das Trinen mit großen Schlucken gewohnt. So hab ich auch eine ganz gute Übersicht, wer wieviel getrunken hat.

Dinky und Pablo

Obwohl wir ja jetzt schon lange Sommertemperaturen haben und die Tage ja schon wieder kürzer werden,  ist bei einigen Tieren das Winterfell noch nicht ganz verschwunden. Bei Alfred liegt das sicher am Alter,  aber auch Bubble, Mala und Elli haben noch lange Haare am Bauch. Mal sehen wie es im nächsten Jahr ist  und wie das Winterfell kommt. Insgesamt präsentieren sich die Mulis jetzt aber in absolut glänzendem kurzen Fell- eine Freude die Herde in der Sonne zu sehen.

Und, was Eure Tiere bei der Hitze?

 

 

Frühlingsgefühle

Gestern hab ich die Herde mal wieder auf die Koppel lassen können. Inzwischen ist der Boden wenigstens halbwegs abgetrocknet.
Genossen haben es alle. Für Dinky war das natürlich besonders gut, da sie in der Herde laufen konnte und die Integration auf der Weide einfacher ist. Die erste Zeit war einfach Umeinanderspringen angesagt, selbst die Alten ließen sich mitreißen.
Natürlich haben sie dann auch die feinen Frühlingsgrasspitzen genossen 🙂 Deshalb ist die Koppelzeit noch begrenzt. Auf jeden Fall aber war die Zeit ausreichend, daß alle sich ausgiebig im Dreck wälzen konnten 😉

Hier ein kurzen Video: