Maultierherde

Zwischendurch-Training

Jetzt habe ich einen knappen Monat Verschnaufpause bis es wieder auf die Wanderritte geht. Da ist dann auch Zeit für Zwischendurch-Training mit den weniger erfahrenen Mulis. Die Einheiten sind kurz (nicht laänger als eine Viertelstunde), aber ich merke dann die Tage danach immer wie anhänglich die Maultiere dann sind 🙂 .

Zwei Videos habe ich auf meinen Youtube-Kanal hochgeladen.

Dinky

Die jetzt 7 jährige Quartemulistute, ist ja immer noch ziemlich in der Pubertät. Sie zeichnet sich durch große Coolness und mindestens ebenso große Ungeduld aus. Für sie habe ich ja jetzt einen gebrauchten maßangepassten Riesersattel, den wir natürlich auch bei den Übungen benutzen. Sie ist ja schon eingeritten worden, aber die letzten 2 Jahre nicht mehr geritten worden. Jetzt fangen wir langsam wieder an.
Eigentlich wäre sie ganz geschickt als Nachfolgemuli für Bubble (so in sechs Jahren, dann ist Bubble 25), da sie nicht so groß ist. Das heißt aber noch ganz ordentlich Arbeit reinstecken – aber wir haben ja Zeit.

Sie giert förmlich nach Arbeit. Allerdings wird sie auch unwillig, wenn es lange dauert. Beim Bodenkurs hatte sie dann irgendwann auch genug. Kurze Einheiten kommen ihr also sehr entgegen.

Johann

Der hübsche Schimmel ist ja inzwischen super in der Herde angekommen und fühlt sich sichtlich wohl mit so vielen Spielkameraden. Er ist sehr anhänglich geworden, geht auch gerne auf fremde Menschen zu und war inzwischen schon bei ein paar Führungstrainings im Einsatz.

Er macht einen total lieben, sanften Eindruck (erinnert mich sehr an Alfred, mein spanisches Muli). Im umzäunten Raum ist er auch klasse, solange nichts Unvorhergesehenes passiert. Dann macht er erstmal einenSatz oder tritt die Flucht an. Wir üben jetzt auch kleine Runden im Gelände, um ihn sicherer zu machen und darin zu festigen, daß das Unterwegssein mit den Menschen einfach klasse ist.

Bei der Übungseinheit auf dem Video kam noch eschwerend hinzu, daß die Traktoren fuhren. Aber so ist das halt im Leben auf einem Bauernhof. Die Konzentration auf die Übunglehrt ihn auch, daß die Welt gar nicht so schrecklich ist.

Übrigens finde ich es nicht schlimm, daß er nicht in der Mitte über die Plane gegangen ist 😉 Er hat eine Lösung gefunden, mir zu folgen und trotzdem seine Vorsicht walten zu lassen. Als Wanderreittier brauche ich keine Trampeltiere, die nicht auf ihre Füße achten, sondern Mulis, die auf ihre Füße achten und die Schritte bewußt setzen.

Interessanterweise ist er über die Stangen ja mehr gestolpert als gelaufen. Da müssen wir noch üben, daß er die Füße anhebt.

Auf jeden Fall ist auch er sehr lernbegierig und mit einer großen Lust zur Mitarbeit ausgestattet 🙂

Rosalie

Auch Rosalie stand an dem Abend Schlange, um mitzuarbeiten. Die Fellponymulistute ist schon etwas speziell: ihre Färbung ist etwas besonderes und ihr Charakter scheint sich in der Färbung wiederzuspiegeln. Sie kann ganz toll mitarbeiten, aber dann auch wieder sich extrem entziehen. Sie ist sicher kein Kuschelmuli, aber eine besondere Persönlichkeit.

Das Hauptmotto bei der Arebit mit ihr lautet: „Doch!“

Ist man beharrlich genug und hat auch die Möglichkeiten die Beharrlichkeit durchzusetzen (also z.B. sie zu festzuhalten), gibt sie nach und macht mit. Sie braucht einen ganz ordentlichen Dickschädel als Führungsperson 😉 .

Ich freu mich über Kommentare.

Mehr Videos zur Bodenarbeit und zu meinen kurzen Zwischendurchtrainings gibt es auf einem Youtube-Kanal „Mulitier“.

Gerne kannst Du auch Fragen stellen!

Natürlich geht es auch ganz praktisch:

Wenn du selber dazulernen willst, was den Umgang mit den Maultieren angeht, findest Du Termine für Kurse im „Muli- und Pferdeflüstern“ und zur Bodenarbeit mit den Mulis  auf meiner Internetseite unter „Kurse“

 

 

 

 

Veröffentlicht von

Julia

Hallo, ich bin Julia und schreibe hier über meine Erlebnisse und Erfahrungen mit meinen Maultieren. Mehr über mich und was ich so mache, siehst Du auf meiner Seite unter https://albmuli.de/

2 Gedanken zu „Zwischendurch-Training“

  1. Ganz super! Ich habe vor zwei Tagen ein Muli aus Spanien bekommen, gefahren und auch angeritten. Nun möchte ich wie mit den Pferden auch Boden und Vertrauens Arbeit machen. Bei dir gibts gute Tipps super. Liebe Grüsse Gisela

    1. Na dann: viel Spaß mit dem neuen Partner!
      Jetzt im Sommer habe ich gedacht, daß ich mit Bubble so ein gutes Verhältnis habe, weil wir ganz viel zusammen unterwegs sind. Da ich auch große Strecken einfach nebenher laufe, ist dabei, denke ich, auch ganz entscheidend. Das stärkt das gegenseitige Vertrauen und gibt eine gute Partnerschaft!

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